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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Totalrekonstruktion der Nase: Bessere Formstabilität durch Septumrotation nach Burget

Meeting Abstract

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Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod500

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod500.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Quetz.
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Gliederung

Text

Einleitung: Totalrekonstruktionen der Nase erreichen selten den Standard der modernen epithetischen Versorgung. Neben der oft labilen Innenauskleidung sind dafür meist Schwächen bei Statik und Form des Gerüsts verantwortlich. Narbige Schrumpfung des Weichteilmantels führt zu Verkürzungen und ungünstiger Formentwicklung. Mit der Technik zur Nutzung dorsaler Septumreste wollten wir unsere Ergebnisse verbessern.

Methoden: Seit 1998 haben wir bei 7 Patienten mit Totaldefekten eine Rekonstruktion des Gerüsts vorgenommen. Bei allen Patienten wurde Ohrknorpel, zusätzlich in 4 Fällen Rippenknorpel, in einem Fall Beckenkamm und einem anderen Fall Tabula externa verwendet. Bei den letzten 3 Patienten wurde zusätzlich die Rekonstruktion des vorderen Septums mittels gestielter Septumrotation von dorsal nach ventral durchgeführt. Die Rekonstruktion der Weichteile erfolgte durch Stirnlappen in Kombination mit anderen Techniken.

Ergebnisse: Die Rotationen der Septumsegmente gelang problemlos. 5 bis 10 mm breite Gewebebrücken in der Spinaregion reichten für eine gute Durchblutung aus. In Verbindung mit den äußeren Gerüstkomponenten gelang eine deutlich verbesserte Aussteifung. Ein Vergleich mit den 4 Patienten ohne Septumrekonstruktion zeigt, dass bessere Resistenz gegenüber der Weichteilschrumpfung und damit anhaltende Formstabilität erreicht wurde. Rückblickend hätte bei 3 der 4 Patienten diese Technik angewandt werden können und zu besseren Resultaten geführt.

Schlussfolgerung: Die Rekonstruktion des Septums nach Burget hat sich als eine relativ einfache, robuste Methode bewährt. Das wiederhergestellte vordere Septum ist eine statisch wichtige Komponente des neuen Nasengerüsts und leistet einen entscheidenden Beitrag zu Formstabilität und guter Funktion.