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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Schwierigkeiten in der objektiven Diagnostik kindlicher Hörstörungen mittels AEP

Meeting Abstract

  • corresponding author Katrin Neumann - Univ.Klinik für Phoniatrie/Pädaudiologie, Frankfurt/M.
  • Melanie Polzer - Univ.Klinik für Phoniatrie/Pädaudiologie, Frankfurt/M.
  • Alice Crowley-Gall - Univ.Klinik für Phoniatrie/Pädaudiologie, Frankfurt/M.
  • Nasrin Nekoubakht - Univ.Klinik für Phoniatrie/Pädaudiologie, Frankfurt/M.
  • Jana Koseki - Univ.Klinik für Phoniatrie/Pädaudiologie, Frankfurt/M.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod468

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod468.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Neumann et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Für die Diagnostik kindlicher Hörstörungen sind Messungen frequenzspezifischer akustisch evozierte Potentiale das wichtigste Werkzeug. Sie bilden die Basis für die Anpassung von Hörgeräten und für eine Indikation zur Cochlea-Implantat-Versorgung. Zudem werden sie in der Verlaufskontrolle kindlicher Hörstörungen eingesetzt. Alle derzeit hauptsächlich einsetzten Verfahren – Notched Noise - BERA, AMFR und Tone pip - BERA weisen jedoch mehr oder weniger erwartete Einschränkungen auf.

Methoden: An 28 Ohren von Säuglingen und Kleinkindern wurden sowohl je eine Click-BERA, eine Notched Noise - BERA bzw. eine Tone pip - BERA und eine AMFR-Messung abgeleitet.

Ergebnisse: Hochsignifikante Korrelationen ergaben sich zwischen den Reizantwort-Schwellen der Click-BERA und den über die die Frequenzen 0,5-1-2-4 kHz gemittelten Tone pip- und AMFR-Schwellen sowie zwischen den korrespondierenden Frequenzen der Tone pip - BERA und der AMFR. Dennoch wurden in 9 der 28 Ohren nicht kalkulierbare Abweichungen von 25-40 dB der für die AMFR abgeleiteten Tonschwellen von den Click-Reizantwortschwellen beobachtet, in weiteren 10 Ohren Abweichungen von 15 bis 20 dB. Für Tone pip und Notched Noise – BERA wurden kalkulierbar zu hohe Schwellen vorwiegend im 0,5 kHz-Bereich gesehen.

Schlussfolgerungen: Tone pip- und Notched-Noise-BERA weichen kalkulierbar von den durch Click-BERA ermittelten Reizantwortschwellen insbesondere im 0,5 kHz-Bereich ab. AMFR-Verfahren bedürfen einer Optimierung für einen Einsatz in der Pädaudiologie.