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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Universell einsetzbares Screening für Karzinome des obere Aerodigestivtraktes

Meeting Abstract

  • corresponding author Andreas Gerstner - Klinik für HNO-Heilkunde / Chirurgie, Bonn
  • Wiebke Laffers - HNO Uni Bonn, Bonn
  • Annette Pantelis - HNO Uni Bonn, Bonn
  • Alexander Thiele - HNO Uni Halle, Halle
  • Attila Tárnok - Herzzentrum Leipzig, Leipzig
  • Friedrich Bootz - HNO Uni Bonn, Bonn

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod437

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod437.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Gerstner et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Für Karzinome des oberen Aerodigestivtraktes ist bisher kein Screening akzeptiert, wie es z.B. für gynäkologische Tumore etabliert ist. Die quantitative semiautomatische Objektträger-basierte Zytometrie bietet eine objektive Entscheidungsgrundlage.

Methoden: 115 Abstriche von verdächtigen und gesunden Schleimhautarealen des oberen Aerodigestivtraktes wurden auf Objektträger präpariert, die zelluläre DNA mit Propidiumiodid stöchiometrisch angefärbt und die Cytokeratin-Expression über Antikörper detektiert. Die Analyse der Fluoreszenz erfolgte im Laser Scanning Cytometer (LSC). Der DNA-Index (DI) der epithelialen Zellen wurde an jenem normaler Leukozyten normiert. Zellen mit 0,95<DI<2,05 sowie 1,9<DI<2,1 wurden als euploid definiert, Zellen außerhalb davon als aneuploid und somit maligne. Zusätzlich zur LSC-Analyse wurden die Päparate nach HE-Färbung konventionell zytologisch bewertet.

Ergebnisse: Schon diese zwei-parametrische Analyse erhöhte die Sensitivität und Spezifität der Krebserkennung auf 86% und 95% (statt 62% und 90% für Zytologie). Der positive prädiktive Wert lag bei 97% (statt 90%). Außerdem wurden nur 10 statt 23 Proben als nicht-beurteilbar klassifiziert.

Schlussfolgerungen: Die objektive Analyse von Gewebsabstrichen verbessert die minimal-invasive Krebsdiagnostik und eignet sich als Screeningverfahren.