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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Veränderungen der Bulbi olfactorii Volumina nach chirurgischer Therapie der polypösen Rhinosinusitis

Meeting Abstract

  • corresponding author Volker Gudziol - Klinik für Hals- Nasen- Ohrenheilkunde, Dresden
  • Nasreddin Abolmaali - ZIK OncoRay, Dresden
  • Christoph Bethge - Klinik für Hals- Nasen- Ohrenheilkunde, Dresden
  • Thomas Zahnert - Klinik für Hals- Nasen- Ohrenheilkunde, Dresden
  • Thomas Hummel - Klinik für Hals- Nasen- Ohrenheilkunde, Dresden

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod414

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod414.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Gudziol et al.
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Gliederung

Text

Der Bulbus olfactorius (BO) erhält einen Neuronenzustrom aus der subventriculären Zone. Die Anzahl der Neurone, die sich im BO differenzieren, steigt mit zunehmender olfaktorischer Stimulation und kann durch eine Änderung des BO Volumens messbar sein.

In einer prospektiven Pilotstudie sollte untersucht werden, ob sich die Volumina der BO bei Patienten mit chronisch polypöser Rhinosinusitis in Abhängigkeit von der Riechfunktion ändern.

Insgesamt wurden 5 Patienten (1 Frau, 4 Männer) mit subjektiver Riechstörung, bei denen eine Nasennebenhöhlenoperation durchgeführt werden sollte, untersucht. Am präoperativen Tag wurden eine Riechprüfung mithilfe der „Sniffin Sticks“ und ein Magnet-Resonanz-Tomogramm vom BO angefertigt; 56-63 Tage postoperativ wurden diese Messungen wiederholt.

Drei Patienten, bei denen es postoperativ zu einer Verbesserung der Riechfunktion gekommen war, zeigten auch eine Zunahme der postoperativen BO Volumina um 0,18cm3 (10,6%) 0,26cm3 (27,5%) bzw. 0,30cm3 (15,7%). Alle drei Patienten waren initial funktionell anosmisch, postoperativ waren zwei Patienten hyposmisch, ein Patient normosmisch. Eine weitere Patientin wurde prä- und postoperativ normosmisch getestet. Das Volumen des BO nahm bei ihr um 0,21cm3 (9,7%) ab. Ein weiterer Patient war prä- und postoperativ anosmisch. Sein Bulbusvolumen ging um 0,67 cm3 (34,4%) zurück.

Bei Patienten mit sinonasaler Riechstörung scheint das Volumen des BO mit ansteigender Riechfunktion zuzunehmen. Weitere longitudinale Studien sind notwendig, um die Dynamik der Volumenänderung bei Patienten mit sinonasaler Riechstörung zu beschreiben.