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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Bedeutung von intrazellulär persistierenden Staphylokokken bei der chronischen Rhinosinusitis

Meeting Abstract

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  • corresponding author Claudia Rudack - HNO-Klinik, Münster
  • Florian Sachse - HNO-Klinik, Münster
  • Karsten Becker - Mikrobiologie, Münster
  • Christof von Eiff - Mikrobiologie, Münster

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod405

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod405.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Rudack et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Bedeutung von intraezellulär persistierenden Staphylokokken (small-colony variants=SCV´s) für die chronische Rhinosinusitis ist unklar.

Methode: 20 Gewebepräparate von Nasenpolypen, 20 Gewebepräparate von Rezidivpolypen und 15 Gewebepräparate von Nasenmuscheln ohne Hinweis für eine Polyposis nasi wurden hinsichtlich der Expression der SCVs untersucht. Hierzu dienten die Methoden der Immunfluoreszenz (Doppelfärbung), in situ Hybridisierung und Elektronenmikroskopie. Ein in vitro-Infektionsmodell an primären nasalen Epithelzellen diente zum Nachweis von immunmodulatorischen Effekten.

Ergebnisse: Bei 10 von 20 primären Nasenpolypen und bei 15 von 20 Rezidivpolypen wurden intrazelluläre Staphylokokken im Epithel mittels Immunhistochemie, Nachweis von staphylokokkenspezifischer DNA und Elektronenmikroskopie nachgewiesen. Lediglich in 2 von 15 unteren Nasenmuscheln von Patienten ohne Sinusitis konnten positive Histologien ermittelt werden. In dem Infektionsmodell wurde im Überstand infizierter nasaler Epithelzellen ein erhöhter Spiegel an proinflammatorischen Zytokinen IL-6 und IL-8 gemessen.

Schlussfolgerungen: Aus den Untersuchungen lässt sich ableiten, dass SCV wahrscheinlich eine Bedeutung bei der Rezidivpolyposis zukommt. Anhand der in vitro-Untersuchungen lässt sich eine proinflammatorische Wirkung der SCVs identifizieren, die vermutlich das Entzündungsgeschehen in nasalen Polypen unterstützt.

Unterstützt durch: IMF 2006