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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

DNA-protektive Wirkung von Vitamin C in humanen Schleimhautzellkulturen

Meeting Abstract

  • corresponding author Philipp Baumeister - Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde der LMU, München
  • Thomas Hübner - Klinisch Experimentelle Onkologie, München
  • Christoph Matthias - Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde der LMU, München
  • Ulrich Harréus - Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde der LMU, München

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod383

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod383.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Baumeister et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Epidemiologische Untersuchungen haben gezeigt, daß eine Antioxidantien-reiche Ernährung das Risiko an bestimmten Krebsarten zu erkranken senkt. Das in der Nahrung mit am meisten vertretene Antioxidans Vitamin C wurde in unserer Untersuchung auf seine protektive Wirkung hinsichtlich oxidativ induzierter DNA-Schäden in humanen Schleimhautzellkulturen untersucht.

Material und Methoden: Aus nasaler Schleimhaut, die im Rahmen operativer Eingriffe von 20 Patienten entnommen wurde, wurden Miniorgankulturen (MOK) hergestellt. Diese wurden an drei aufeinanderfolgenden Tagen mit Vitamin C (10 µM und 100 µM) für 30 Minuten inkubiert. Am dritten Tag folgte die oxidative Schädigung der DNA mit 200 µM Wasserstoffperoxid ebenfalls für 30 Minuten. Die resultierende DNA-Fragmentierung wurde mittels Formamidopyrimidin-Glycosylase Comet Assay, einer hoch sensitiven Methode zur Detektion oxidativer DNA-Schäden, evaluiert.

Ergebnisse: Durch Präinkubation der MOK mit Vitamin C konnte die durch Wasserstoffperoxid verursachte DNA-Fragmentierung dosisunabhängig um mehr als die Hälfte reduziert werden.

Schlussfolgerung: Hatte in vorherigen Versuchen die Präinkubation von humanen Lymphozyten Vitamin C zu widersprüchlichen Ergebnissen geführt, zeigen die Ergebnisse der Schleimhautzell-kulturen den protektiven Effekt des Vitamin C deutlich. Die Ergebnisse tragen zum weiteren Verständnis der epidemiologisch bewiesenen chemopräventiven Eigenschaften des Vitamin C bei und unterstreichen die Bedeutung derartiger Untersuchungen an humanem Zielgewebe.