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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Felsenbein-/Tentoriumsmeningeom als Ursache eines kompletten Vestibularisausfalls - eine Falldarstellung

Meeting Abstract

  • corresponding author Dieter Schneider - Universitäts-HNO-Klinik, Würzburg
  • Thomas Günthner-Lengsfeld - Univ.-Klinikum/Abt. für Neuroradiologie, Würzburg
  • Gerhard Klingelhöffer - Neurochirurgische Universitäts-Klinik, Würzburg
  • Rudolf Hagen - Universitäts-HNO-Klinik, Würzburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod375

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod375.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Schneider et al.
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Gliederung

Text

Anamnese: Ein 50-jähriger Patient stellte sich mit seit ca. 1 Jahr zunehmender Schwerhörigkeit links, Tinnitus links seit 5 Monaten sowie kurzen Drehschwindelattacken bei schnellen Kopfbewegungen vor.

Ergebnisse: Normales Tonschwellenaudiogramm beidseits; links keine Stapediusreflexe auslösbar; in der BERA keine identifizierbaren Antworten links; kompletter Vestibularisausfall links mit Spontannystagmus nach rechts; im MRT extraaxialer Tumor in der hinteren Schädelgrube links, der breitbasig auf der Felsenbeinhinterkante und dem Tentorium aufsitzt, Kleinhirnstiel und linke Kleinhirnhemisphäre raumfordernd verlagert sowie diskret in den inneren Gehörgang hineinreicht.

Therapie: Subokzipitale Kraniektomie mit Tumorextirpation in toto.

Nachuntersuchungen: Unauffälliger Hirnnervenstatus, kein Schwindel, leichter Tinnitus links.

Schlussfolgerungen: Beim Auftreten von einseitigen Vestibularisstörungen, insbesondere wenn sie mit Hörstörungen und Tinnitus einhergehen, sollte neben der routinemäßigen neurootologischen Untersuchung stets eine weiterführende Diagnostik (BERA, MRT) zum Aussschluß von Neoplasien durchgeführt werden.