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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Wait and Scan Therapie – eine Option bei der Behandlung des Vestibularisschwannoms

Meeting Abstract

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  • Constanze Ondruschka - Universitätsklinikum Magdeburg, Magdeburg
  • corresponding author Bernd Freigang - Universitätsklinikum Magdeburg, Magdeburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod369

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod369.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Ondruschka et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Neben fortgeschrittenem Alter und erhöhtem Narkoserisiko ist der Patientenwunsch aus Angst vor möglichen Komplikationen einer operativen Intervention einer der häufigsten Gründen für eine radiologische Verlaufskontrolle bei Vestibularisschwannomen.

Methoden: Retrospektiv (1994- 2004) untersuchten wir 33 Patienten, bei denen radiologisch die Diagnose eines Vestibularisschwannoms gestellt worden war. 17 Patienten wurden nach radiologischer Verlaufskontrolle von 8 bis 89 Monaten operiert.

Ziel der Untersuchung war es, festzustellen, ob audiologische oder vestibuläre Befunde mit dem Wachstumsverhalten der Tumore korrelieren, um Kriterien zu definieren, ab wann eine operative Intervention indiziert ist.

Ergebnisse: Sechs der acht größenprogredienten Schwannome zeigten diese bereits im ersten Beobachtungsjahr. Fünf Patienten wurden daraufhin einer OP unterzogen. Lediglich bei einem Patienten war es zu einer signifikanten Hörverschlechterung gekommen. Keiner der untersuchten audiologischen als auch vestibulären Parameter korrelierte mit dem Wachstumsverhalten. Eine Größenprogredienz war unabhängig von der initialen Tumorgröße.

Schlussfolgerungen: Da gerade bei kleinen Tumoren die BERA initial häufig keine pathologischen Veränderungen aufweist und weder die interaurale Differenz der Welle V noch die Latenzzeiten der FAEP mit dem Wachstumsverhalten korrelieren, ist zur Verlaufskontrolle trotz hoher Kosten eine MRT erforderlich. Ein entscheidendes Kriterium für einen weiteren therapeutischen Handlungsbedarf scheint die Größenzunahme der Tumore insbesondere im ersten Beobachtungsjahr zu sein.