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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Parameter der räumlichen Orientierung und ihre Abhängigkeit vom vestibulären System

Meeting Abstract

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Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod362

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod362.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Hamann.
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Gliederung

Text

Einleitung: Bekantlich dient das vestibuläre System der Orientierung im Raum. Obwohl beim Menschen die räumliche Orientierung überwiegend über das visuelle System erfolgt, gibt es einige Phänomene wie den Vertikaleneindruck("Visuelle Subjektive Vertikale"), die vom vestibulären System beeinflußt werden.Hier soll ein anderes Phänomen der Raumorientierung,die Geradeausprojektion, wieder aufgenommen werden.

Es soll die Abhängigkeit der Geradeausprojektion vom vestibulären System geklärt werden.

Methoden: An einem Rundhorizont wird von Probanden in Ruhe, von Probanden unter thermischer Reizung und von Patienten mit peripher-vestibulären Läsionen über eine Fernbedienung der Punkt "geradeaus vor sich" eingestellt.

Ergebnisse: Es zeigte sich, daß bei thermischer Reizung an Probanden und bei Patienten mit peripher-vestibulären Läsionen systematische Abweichungen der Geradeausprojektion gegenüber den Normalwerten in Ruhe auftraten. Die Abweichungen waren immer zur Seite der Minderfunktion gerichtet.

Diskussion: Auf Grund der Befunde wird geschlossen, dass die Geradeausprojektion auch vom vestibulären System abhängt, insbesondere von der Funktion der horizontalen Bogengänge. Da es für Schwindelbeschwerden keine objektiven, quantifizierbaren Skalierungen gibt, sehen wir in der Messung von Parametern der visuellen Orientierung wie des Vertikaleneindrucks und der Geradeausprojektion eine Möglichkeit, auch subjektive Äußerungen des vestibulären Systems quantitativ zu erfassen.