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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Versorgung mit Mittelohrimplantaten - Ausblick auf neue Indikationen im Bereich der kombinierten Schwerhörigkeiten

Meeting Abstract

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  • corresponding author Matthias Tisch - Bundeswehrkrankenhaus Ulm, Ulm
  • Heinz Maier - Bundeswehrkrankenhaus Ulm, Ulm

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod355

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod355.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Tisch et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Mittelohrimplantate haben sich in der Rehabilitation von Schallempfindungsschwerhörigkeiten in den letzten Jahren etabliert. Sie ergänzen das bisherige Leistungsspektrum der Hörrehabilitation und sind nicht als Konkurrenz zu konventionellen Hörgeräten zu sehen.Während bisher lediglich reine Schallempfindungsschwerhörigkeiten versorgt wurden, etabliert sich als neue Indikation der Einsatz bei kombinierten Schwerhörigkeiten.

Material und Methode: 2006 wurden im Bundeswehrkrankenhaus in Ulm 3 Patienten mit dieser neuen Operationstechnik erfolgreich implantiert. Dabei wird der FMT der Vibrant Soundbridge am runden Fenster platziert. Der Vorteil dieser Technik liegt darin, dass man äußeres Ohr und Mittelohr umgehen kann und die Cochlea „direkt“ stimuliert. Dadurch erweitert sich der Indikationsbereich nun auf kombinierte Schwerhörigkeiten, bei denen ein knochenverankertes Hörgerät hinsichtlich der Innenohrschwerhörigkeit nicht leistungsfähig genug ist und andererseits die Indikation zur Implantation eines Cochlea Implantat noch nicht gegeben ist.

Ergebnisse: Die bisher ausgewerteten Ergebnisse zeigten bereits 2 Monate nach Implantation eine erheblich bessere Verständlichkeit (Zuwachs: 29%) mit einem Hörgeräteimplantat im Vergleich zu den zuvor getragenen beidseitigen konventionellen Hörgeräten.

Ausblick: Aufgrund der überlegenen Schallübertragung bei der Rundfenster-Implantation und der damit verbundenen hervorragenden Hörresultate wird nach unserer Einschätzung diese Indikation in der Zukunft einen erheblichen Marktanteil einnehmen. Eine MRT-Zulassung vorausgesetzt, könnte sich diese Technik bei operativ zu versorgenden kombinierten Schwerhörigkeiten durchaus zu einer Standardmethode entwickeln.