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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Lasershaping der distalen Tuba Eustachii – eine klinisch-prospektive Untersuchung mit Langzeitverläufen

Meeting Abstract

  • corresponding author Benedikt Sedlmaier - HNO, Charite Berlin, Campus Mitte, Berlin
  • Andrey Pomorzev - HNO, Charite Berlin, Campus Mitte, Berlin
  • Philipp Halleck - HNO, Charite Berlin, Campus CBF, Berlin
  • Hans Scherer - HNO, Charite Berlin, Berlin
  • Andreas Haisch - HNO, Charite Berlin, Campus CBF, Berlin

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod350

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod350.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Sedlmaier et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Der ätiologische Ursprung für die chronisch sekretorische Otitis media (SOM) und die Otitis media chronica (OMC) scheinen längerfristige Funktionsstörungen der Tuba Eustachii zu sein.

Die dauerhaft gestörte Tubenfunktion kann den Erfolg einer operativen Intervention beeinträchtigen, da die zugrunde liegende Ursache der Ventilationsstörung meist nicht behoben wird.

Methoden: In dieser prospektiven klinischen Untersuchung wurde an 52 erwachsenen Patienten mit einer therapieresistenten SOM oder einer OMC mesotympanalis bei pathologischen Tubenfunktionsprüfungen (Valsalva, Toynbee, passive Tubenöffnung) eine fasergestütze Laserablation (Diodenlaser 810 nm, Lumenis, Deutschland) an der distalen Tuba Eustachii. Der Erfolg wurde nach acht Wochen in einer Nachuntersuchung mit Tubenfunktionsprüfungen kontrolliert. Nach eventuell erfolgter Tympanoplastik wurden die Patienten 6 bis 24 Monate später nachuntersucht.

Ergebnisse: Die Intervention scheint langfristig bei etwa 50% der Patienten einen positiven Effekt auf die Tubenöffnung zu haben. Bei 28 von 52 Patienten konnte in den Tubenfunktionsprüfungen eine Verbesserung der Tubenöffnung gesehen werden.

Schlussfolgerungen: Der minimal-invasive Eingriff an der distalen Tuba Eustachii, der in Oberflächenanästhesie durchgeführt wird, kann bei negativen Tubenfunktionstests vor einer Tympanoplastik empfohlen werden. Vor allem vor Revisionseingriffen kann der bei etwa der Hälfte der Patienten die Voraussetzung für einen Operationserfolg optimiert werden. Ebenso kann bei rezidivierender SOM im Erwachsenenalter die Dauereinlage von Paukendrainagen umgangen werden. Die Ergebnisse bleiben in den nachfolgenden zwei Jahren stabil.