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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Osseointegration oberflächenbeschichteter Titanimplantate auf der Steigbügelfußplatte im Großtiermodell

Meeting Abstract

  • corresponding author Marcus Neudert - HNO-Universitätsklinik Dresden, Dresden
  • Michael Ney - HNO-Universitätsklinik, Dresden
  • Thomas Beleites - HNO-Universitätsklinik, Dresden
  • Anne Kluge - HNO-Universitätsklinik, Dresden
  • Thomas Zahnert - HNO-Universitätsklinik, Dresden

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod338

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod338.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Neudert et al.
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Gliederung

Text

Eine knöcherne Integration von Prothesen auf der Steigbügelfußplatte (SF) ist aus audiologischer Sicht wünschenswert, jedoch konnte eine Knochenneubildung in diesem Bereich bisher nicht beobachtet werden. In der vorliegenden Studie sollte eine Osseointegration beschichteter Titanimplantate auf der SF erzielt werden.

46 Ohren von 23 einjährigen Merino Schafen wurden in 5 Gruppen eingeteilt. Speziell gefertigte und beschichtete Titanimplantate wurden auf der SF platziert: Gr. 1: Titan (Ti) (n=8); Gr. 2: Ti + Kollegen (Koll) I (n=10); Gr. 3: Ti + Koll I + BMP-4 (n=9); Gr. 4: Ti + Koll II (n=8); Gr. 5: Ti + Koll II + TGF-ß (n=9). An den Tagen -1, 1, 7, 28, 56 und 84 post OP erfolgte die Ableitung akustisch evozierter Potentiale über Knochenleitung. Nach Tötung der Tiere an Tag 84 wurden die Felsenbeine entnommen und mittels Hartschlifftechnik aufgearbeitet. Nach Masson-Goldner-Färbung wurden ektope Knochenneubildung und prozentuale Knochenanlagerung bestimmt.

Die Innenohrfunktion war in allen Gruppen stabil. Insgesamt konnten 33 Präparate ausgewertet werden. Darunter fanden sich 27% (n=9) der Implantate mit der beschichteten Fläche auf der SF und bei 54% (n=18) konnte ein Kontakt zum Steigbügel nachgewiesen werden. Eine Kontaktknochenneubildung war in 2 Präparaten (6%) nachweisbar, eine ektope Ossifikation in 12 Fällen (36%). Ein statistisch signifikanter Unterschied im Vergleich der Gruppen hinsichtlich der verwendeten Beschichtung war nicht nachweisbar.

Eine von der SF ausgehende Knochenneubildung zur Integration beschichteter Titanimplantate ist im Großtiermodell nachweisbar. Innenohrschädigung oder Ringbandverknöcherung wurden nicht beobachtet. Entscheidend für den Integrationserfolg ist der stabile Implantatkontakt mit der SF.

Unterstützt durch: BMBF 03I4034A