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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Surfactant Protein A und Proteinkinase C Eta als mögliche Co-Faktoren im Cholesteatom?

Meeting Abstract

  • corresponding author Uwe Müller-Vogt - HNO-Uniklinik Erlangen, Erlangen
  • Renate Schäfer - hno, Erlangen
  • Heinrich Iro - hno, Erlangen
  • Olaf Wendler - hno, Erlangen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod337

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod337.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Müller-Vogt et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Unklar sind weiterhin die genauen Mechanismen, die zum Cholesteatomwachstum führen bzw. die Aggresivität desselben unterhalten.

Methoden: Mit dem 100 K Array Gen Chip der Firma Affymetrix wurde DNA von zehn Cholesteatomen untersucht und der „Molekularen Karyotypisierung“ durch SNP-(Single Nucleotide Polymorphism) Array-Untersuchungen zugeführt. Proteine von zwei gefundenen Kandidatengene wurden mittels Immunhistologie im Vergleich Cholesteatom zu Normalgewebe (Haut) weiter untersucht. RNA beider SNP-erhöhter Gene konnte zusätzlich mittels quantitativer Real-Time PCR untersucht werden. Hierzu wurde RNA von Cholesteatomgewebe (zehn) mit RNA von Normalgewebe (zehn) (Gehörgangshaut) bezogen auf GAPDH miteinander verglichen

Ergebnisse: Basierend auf Befunden der „Molekularen Karyotypisierung“, konnten zunächst zwei Kandidatengene weiter untersucht werden. Einmal die Region 14q22, diese codiert für die Proteinkinase C Eta (PKCeta). Desweiteren die Region 10q22.3, dieser Genabschnitt codiert für das Surfactant Protein A (SPA). Bei beiden Proteinen konnte in immunhistologischen Färbungen im Vergleich zu normaler Haut eine stärkere Anfärbung im Cholesteatomgewebe gefunden werden.

Bei der Untersuchung mittels quantitativer Real-Time PCR zeigte die Proteinkinase C Eta im Cholesteatom lediglich eine Erhöhung um den Faktor 1,5; für das Surfactant Protein A wurde eine Erhöhung um einen Faktor von 16 gemessen.

Schlussfolgerung: Beide Proteine könnten als Co-Faktoren im Wachstums- oder Entstehungsprozeß eines Cholesteatoms eine Rolle spielen.

Unterstützt durch: ELAN Fond Erlangen