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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Entwicklung einer neuen Clip-Prothese für die Steigbügelchirurgie

Meeting Abstract

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  • corresponding author Albrecht Eiber - Universität Stuttgart, Stuttgart
  • Goesta Schimanski - HNO-Praxis, Lünen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod313

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod313.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Eiber et al.
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Gliederung

Text

Bei der bestehenden Clip-Piston Prothese A`Wengen für die Stapeschirurgie ist ein optimaler Sitz des Clips nur bei bestimmten Ambossabmessungen gewährleistet. Bei kleinen Durchmessern des langen Ambossfortsatzes sind keine gute Kopplung und damit eine schlechte Schallübertragung gegeben. Bei großen Durchmessern ist die Klemmkraft zu groß. Dadurch ist eine sehr große Kraft zum Aufschieben des Clips notwendig, wobei die Gefahr der Kettenschädigung beispielsweise einer Ambossluxation entsteht.

Basierend auf einer Messreihe zu den genauen Abmessungen des Ambosses im Applikationsbereich des Clips wurde ein neuer Clip entwickelt, der eine sichere Schallübertragung auch für kleine und große Ambossabmessungen gewährleistet. Er erfordert eine deutlich geringere Aufschiebekraft mit einer Reduktion gegenüber dem bisherigen Clip um über 40 %, wodurch die Applikation erheblich sicherer für den Patienten ist. Die Verteilung der mechanischen Spannungen im Clip ist sehr viel homogener, was die Gefahr einer plastischen Verformung deutlich mindert.

Die Clipform wurde aufgrund von Finite-Elemente-Berechnungen entwickelt und die Berechnungen durch Messungen im Labor verifiziert. Anhand von Prototypen konnte der sichere Sitz der Prothese und die reduzierte Aufschiebekraft bei Felsenbeinversuchen nachgewiesen werden. Erste Erfahrungen im klinischen Einsatz bestätigen alle Voraussagen bezüglich der guten Ankopplung und der einfacheren und sicheren Applikation.