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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Laserchirurgie des glottischen Larynxkarzinoms - Jenaer Erfahrungen

Meeting Abstract

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Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod292

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod292.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Tiebel et al.
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Gliederung

Text

Problemstellung: Während die laserchirurgische Therapie von Frühstadien der malignen Tumoren des Larynx einen allgemein anerkannten Standard darstellt, ist die Behandlung fortgeschrittener Tumoren mit dieser Methode in der Diskussion. Unsere erste Option stellt in der Regel bei Tumoren ohne deutliche Destruktionen des Kehlkopfgerüstes die laserchirurgische Resektion dar. Patienten mit einem T3-Tumor wird beim Fehlen von Kontraindikationen die Laserchirurgie als erste Therapieoption angeboten.

Methodik: Zwischen 1995 und 2001 haben wir 74 Patienten mit glottischen Karzinomen T1-T4 laserchirurgisch therapiert und regelmäßig nachbeobachtet. Die onkologischen und funktionellen Ergebnisse wurden ausgewertet.

Ergebnisse: Das Gesamtüberleben über 5 Jahre betrug für T1a=94 %, T1b=100 %, T2=77 %, T3=50 % und T4=0 %. Die Unterschiede erwiesen sich als signifikant. Patienten mit T1/T2-Tumoren sind jedoch alle tumorunabhängig verstorben, wie das tumorbezogene 5-Jahres-Überleben (=100%) zeigt. Patienten mit T3-Tumoren wiesen ein tumorbezogenes 5-Jahres-Überleben von 75 % auf. Von den Patienten mit T4-Tumoren sind zwei tumorabhängig und einer tumorunabhängig (tumorfrei) verstorben und der letzte Patient ist jetzt 18 Monate tumorfrei am Leben. Ein Lokalrezidiv entwickelten 25 % der Patienten. Im Kollektiv wurden im Verlauf 11 Laryngektomien erforderlich.

Es traten keine revisionspflichtigen postoperativen Komplikationen der Laserchirurgie auf.

Schlussfolgerungen: Die laserchirurgische Therapie auch fortgeschrittener glottischer Larynxkarzinome ist in der Hand des Geübten ein onkologisch und funktionell sicheres chirurgisches Verfahren, das den Kehlkopferhalt erlaubt.