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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

LARYphant – ein interventionsfähiges Kehlkopfmodell zur Ausbildung in der transoralen Lasermikrochirurgie der oberen Atemwege – Auswertung von 53 Praxistestreihen

Meeting Abstract

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  • corresponding author Tanja Quirrenbach - Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern, Kaiserslautern
  • Michael Bärmann - Westpfalz-Klinikum, Kaiserslautern
  • Norbert Stasche - Westpfalz-Klinikum, Kaiserslautern

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod281

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod281.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Quirrenbach et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Weiterbildung in der Lasermikrochirurgie erfolgt durch die Supervision eines erfahrenen Operateurs. Hierdurch sind in der Lernphase Komplikationen möglich, weshalb ein Trainingmodelle wünschenswert sind.

Methode: Durch aufwendige Materialforschung konnte ein künstliches Larynxmodell entwickelt werden, welches die haptischen und physikalischen Eigenschaften des menschliches Gewebes hat. Die Eigenschaften des Materials wurden so modifiziert, dass ein realistisches Schneideverhalten mit dem CO2-Laser erreicht wurde. Das Modell wurde in einen Kopf-Hals Dummy integriert. So wurde die Simulation realistischer OP-Szenarien mit dem LARYphant möglich.

Ergebnisse: Praxistestreihen mit 53 Teilnehmern in HNO-Kliniken (Mannheim, Marburg und Kaiserslautern)und Demonstrationen auf verschiedenen Fach-Kongressen zeigten, dass die optischen und haptischen Eigenschaften des Materials mit fast 80 % durchgehend als gut empfunden wurden. Die Laserschneidenden Eigenschaften wurden in 90 % als gut oder sehr gut bewertet. Es zeigte sich ein großes Interesse von Ärzten in Aus- und Weiterbildung dieses Modell in die Lehre einzubinden. So wünschten sich 83 % der Teilnehmer, unabhängig von ihrem Ausbildungsstand, den Einsatz des Ausbildungsmodells in ihrer Klinik.

Das interventionsfähige Modell ist bereits in ein Kurswesen integriert worden. Es besteht ein reges Interesse an der Teilnahme von Kursen, in denen Eingriffe wie z.B. Laserchordektomien beliebig oft geübt werden können.

Schlussfolgerungen: Das interventionsfähige Larynxmodell LARYphant erlaubt es typische OP-Szenarien der transoral- endoskopischen Mikrochirurgie des Larynx beliebig oft zu simulieren. Ärzte in der Weiterbildung können so selbst schwierige Lasereingriffe ohne Patientengefährdung üben.

Unterstützt durch: Institut für Verbundwerkstoffe GmbH, Universität Kaiserslautern. Gefördert durch die Stiftung Rheinland-Pfalz für Innovation