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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Die Optische Kohärenztomographie im Bereich des Kehlkopfes

Meeting Abstract

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  • corresponding author Christoph Arens - Univ.-HNO-Klinik Giessen, Giessen
  • Hiltrud Katharina Glanz - HNO-Klinik Gießen, Gießen
  • Marcel Kraft - HNO-Klinik Gießen, Gießen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod253

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod253.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Arens et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Optische Kohärenztomographie (OCT) ist eine neue vielversprechende Methode in der Diagnostik des frühen Kehlkopfkarzinoms und seiner Vorstufen. In der vorliegenden Studie sollte untersucht werden, ob mit diesem nichtinvasiven Verfahren die definitive Diagnose einer Stimmlippenveränderung zuverlässig vorhergesagt werden kann.

Methode: In einer prospektiven Studie wurden über 100 verschiedene gut- und bösartige Kehlkopfveränderungen mittels OCT im Rahmen der elektiven Mikrolaryngoskopie untersucht. Die klinische Verdachtsdiagnose und der OCT-Befund wurden mit dem definitiven histologischen Ergebnis betreffend Übereinstimmung verglichen.

Ergebnisse: Unsere mittels OCT gewonnene intraoperative Verdachtsdiagnose konnte histologisch in über 90% bestätigt werden. Mit zunehmender Erfahrung war eine zuverlässige Vorhersage von invasivem Tumorwachstum und häufig sogar der Schweregrade einer Dysplasie möglich. Aufgrund der derzeitigen räumlichen Auflösung der OCT konnten jedoch höhergradige Dysplasien nicht sicher von mikroinvasiven Karzinomen abgegrenzt werden, während gutartige Läsionen aufgrund des charakteristischen OCT-Befundes keine wesentlichen diagnostischen Schwierigkeiten bereiteten.

Schlussfolgerung: Die OCT eignet sich als einfaches, rasches und zuverlässiges Hilfsmittel bei der diagnostischen Abklärung und dem intraoperativen Monitoring von laryngealen Läsionen.