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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Zur Schrumpfung der Lamina Retikularis bei der REM - Untersuchung an der Meerschweinchen-Cochlea

Meeting Abstract

  • corresponding author Yury Yarin - HNO-Klinik, Universitätsklinikum Dresden, Dresden
  • Heike Meißner - Poliklinik für zahnärztliche Prothetik, Universitätsklinikum Dresden, Dresden
  • Anton Poznyakovskiy - HNO-Klinik, Universitätsklinikum Dresden, Dresden
  • Matthias Bornitz - HNO-Klinik, Universitätsklinikum Dresden, Dresden
  • Thomas Zahnert - HNO-Klinik, Universitätsklinikum Dresden, Dresden

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod250

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod250.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Yarin et al.
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Gliederung

Text

Die Rasterelektronenmikroskopie (REM) ist ein etabliertes Verfahren zur Untersuchung der Cochlea. Dieses Verfahren ist wegen des Einsatzes von Ethanol sowie der starken Entwässerung mit Verzerrungen der realen Morphologie verbunden. Das Ziel dieser Studie war die Bestimmung der Schrumpfung von cochlearen Strukturen bei REM Untersuchungen im Vergleich zur konfokalen Laser-Scanning-Mikroskopie (KLSM). Bei der KLSM erfolgt die Fixierung mit Formaldehyd und es treten keine wesentlichen morphologischen Veränderungen auf (Edge 1998).

Cochlea-Präparate von Meerschweinchen wurden nach der konventionellen Methode für die REM vorbereitet und mit Gold bedampft. Für die KLSM wurde eine Phalloidin-Färbung für die morphologische Darstellung verwendet. Die Untersuchungen wurden an einem Philips XL30 ESEN (REM) und einem Zeiss LSM 510META (KLSM) Mikroskop durchgeführt.

Es wurden jeweils gleiche Abschnitte der Lamina Retikularis (LR) mit den Stereozilienbündeln dargestellt. Mit Hilfe einer Bildbearbeitungssoftware (ImageJ) wurden die Abmessungen der LR-Strukturen und der Stereozilien sowie die Abstände zwischen den Stereozilienbündeln bestimmt.

Unsere Studie zeigte, dass bei der REM-Vorbereitung im Bereich der LR Schrumpfungen von 25 bis 60 % auftreten. Dabei ändern sich die Breite der LR und die Abstände zwischen den Stereozilienbündeln. Eine Schrumpfung der Stereozilien konnte nicht nachgewiesen werden.

Unsere Untersuchungen zeigten, dass die mittels KLSM gewonnenen Daten der LR auf Grund der höheren Genauigkeit für die weitere cochleäre Modellbildung besser geeignet sind. Bei Verwendung der elektronenmikroskopisch gewonnenen Daten muss die Schrumpfung berücksichtigt werden.

Unterstützt durch: DFG