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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Tympanotomie als Standardverfahren in der Hörsturztherapie

Meeting Abstract

  • corresponding author Daniel Weiß - HNO Universitätsklinik Münster, Münster
  • Alexis Bremer - HNO Universitätsklinik Münster, Münster
  • Florian Sachse - HNO Universitätsklinik Münster, Münster
  • Michael Walter - Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin Universitätsklinik Münster, Münster
  • Claudia Rudack - HNO Universitätsklinik Münster, Münster
  • Wolfgang Stoll - HNO Universitätsklinik Münster, Münster

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod248

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod248.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Weiß et al.
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Gliederung

Text

Das derzeitige Standardverfahren in der Akuttherapie des akuten Hörverlustes ist unverändert die Anwendung einer rheologischen Infusionstherapie.

Wir untersuchten die Hörverbesserung in Dezibel [dB] im Reintonaudiogramm in Abhängigkeit einer Tympanotomie. Von insgesamt 127 Patienten mit einem akuten, pantonalen mindestens 60 dB schweren Hörverlust erhielten 58 Patienten (45,7%) zusätzlich zur Standardtherapie mit Solu-Decortin, Pentoxifyllin und Sterofundin eine explorative Tympanotomie mit Abdeckung der Rundfenstermembran. 69 Patienten erhielten nur die Standardtherapie (54,3%).

Eine signifikant stärkere Hörverbesserung wurde in der Gruppe tympanotomierter Patienten verglichen mit der Standardtherapiegruppe festgestellt. Interessanterweise zeigte sich bei einer Aufsplittung der Hörverbesserung nach Frequenzen darüber hinaus ein abnehmendes Signifikanzniveau zwischen beiden Therapiegruppen von den tiefen zu den höheren Frequenzen.

Aufgrund der oben dargelegten Ergebnisse sowie des geringen Risikos sollte die Tympanotomie als Therapieoption häufiger berücksichtigt werden.