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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Otoprotektion zur Inhibition des Zelltods von Haarzellen im Corti’schen Organ

Meeting Abstract

  • Anke Tropitzsch - Univ.-HNO-Klinik, Tübingen
  • Andrea Müller - Univ.-HNO-Klinik Tübingen, Tübingen
  • Bernhard Hirt - Univ.-HNO-Klinik Tübingen, Tübingen
  • corresponding author Hubert Löwenheim - Univ.-HNO-Klinik Tübingen, Tübingen
  • Karina Gültig - Univ.-HNO-Klinik, Tübingen
  • Marcus Müller - Univ.-HNO-Klinik, Tübingen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod244

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod244.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Tropitzsch et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Innenohrschwerhörigkeit ist überwiegend auf einen Verlust von Haarsinneszellen im Sinnesepithel des Corti’schen Organs zurückzuführen. Auslösend für einen Haarzellverlust können exogene Faktoren wie Ototoxizität und Lärmtrauma oder endogene Faktoren wie der Alterungsprozess bei der Presbyakusis sein. Unabhängig vom auslösenden Prozess ist experimentell der apoptotische oder nekrotischer Zelltod von Haarzellen als ein wesentlicher Mechanismus des Haarzellverlustes nachgewiesen. Die Unterbrechung von Signalkaskaden stellt einen vielversprechenden Weg zur Entwicklung otoprotektiver Behandlungsstrategien insbesondere in Situationen des akuten Hörverlustes dar.

Methoden: In einem organotypischen Kulturmodell des Innenohres wurde durch Applikation des ototoxischen Aminoglykosid-Antibiotikums Neomycin der Zelltod von Haarzellen im Corti’schen Organ induziert. Parallel wurde otoprotektive Substanzen (nach Murashita et al, 2006 bei Lärmtrauma) appliziert, um deren otoprotektive Wirkung zu untersuchen.

Ergebnisse: Im organotypischen Kulturmodell konnte bei Applikation von Neomycin in Abhängigkeit von Dosis und Expositionsdauer ein Haarzellverlust mit einem von der basalen zur apikalen Windung gerichteten Gradienten erzielt werden. Bei gleichzeitiger Applikation der otoprotektiven Substanz konnte eine Reduktion des Haarzellverlust beobachtet werden.

Schlussfolgerung: Die von Murashita et al, 2006 beim Lärmtrauma einsetzten Substanzen zeigen eine otoprotektive Wirkung auch im Modell des Aminoglykosid induzierten Haarzellverlust.