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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Isolation und Differenzierung von Stammzellen aus dem Corti’schen Organ

Meeting Abstract

  • corresponding author Hubert Löwenheim - Univ.-HNO-Klinik, Tübingen
  • Harald Winter - Univ.-HNO-Klinik, Tübingen
  • Jörg Waldhaus - Univ.-HNO-Klinik, Tübingen
  • Bernhard Hirt - Univ.-HNO-Klinik, Tübingen
  • Marcus Müller - Univ.-HNO-Klinik, Tübingen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod232

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod232.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Löwenheim et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Das fehlende Regenerationsvermögen der adulten Cochlea ist eine der Hauptursachen für chronische Innenohrschwerhörigkeit. Fehlende Regeneration wird insbesondere auf den Verlust des Proliferationsvermögens während der Entwicklung zurückgeführt. Aus der postnatalen Cochlea lassen sich Stammzellen isolieren, die als Zellsphären kultiviert werden können (Oshima et al, 2006). Ziel der Untersuchung ist die Optimierung der Bedingungen zur Isolation von Stammzellen und deren anschließende Differenzierung zu Stützzellen und Haarzellen

Methoden: Zur Isolation von Stammzellen wurde das Corti’sche Organ, verschiedener postnataler Entwicklungsstadien der Maus präpariert. Anschließend erfolgte die enzymatische Dissoziation in Einzelzellen und die Suspensionskultur zur Bildung von Stammzellsphären. Die gebildeten Sphären wurden in Adhäsionskultur ausdifferenziert. Es erfolgte der Nachweis von Markerproteinen für Stützzellen und Haarzellen.

Ergebnisse: Aus dem postnatalen Corti’schen Organ lassen sich Zellen isolieren, die zu Stammzellsphären auswachsen. Diese Sphären lassen sich über mehrere Passagen propagieren. In einem Teil der Zellen in den Spären lassen sich Stammzellmarkern (Nestin) und Proliferationsmarkern (BrdU) nachweisen. Nach Überführung in Adhäsionskultur lassen sich Markerproteine für Stützzellen (p27, GFAP) und Haarzellen (Myosin VIIa) nachweisen.

Schlussfolgerungen: Aus dem Corti’schen Organ des postnatalen Innenohres lassen sich Zellen isolieren, die zu Stammzellsphären auswachsen und sich anschließend differenzieren lassen. Diese Beobachtungen deuten auf ein endogenes Potential zur Regeneration im Corti’schen Organ hin.

Unterstützt durch: BMBF BioProfile 0313612A