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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Einfluss von nicht-neuronalen Zellen auf das Wachstumsverhalten von Spiralganglienneuriten

Meeting Abstract

  • corresponding author Stefan Hansen - HNO-Klinik der Ruhr-Universität Bochum, Bochum
  • Dominik Brors - HNO-Klinik der Ruhr-Universität Bochum, Bochum
  • Stefan Volkenstein - HNO-Klinik der Ruhr-Universität Bochum, Bochum
  • Christine Grabosch - HNO-Klinik der Ruhr-Universität Bochum, Bochum
  • Stefan Dazert - HNO-Klinik der Ruhr-Universität Bochum, Bochum

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod224

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod224.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Hansen et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Kultivierung von Spiralganglienexplantaten aus der Kochlea von Mäusen und Ratten ist ein etabliertes Modell zur Untersuchung von zahlreichen Wachstumsfaktoren, Adhäsionsmolekülen sowie Rezeptoren hinsichtlich aussprossender Spiralganglienneuriten.Bisher gibt es jedoch kaum Erkenntnisse über den Einfluss, den kokultivierte Zellen in diesem Untersuchungsmodell haben. Morphologische Studien deuten darauf hin, dass Zellen glialen Ursprungs und andere Zellen wie beispielsweise Fibroblasten die auswachsenden Neuriten begleiten oder sogar Kontaktstellen über Zellausläufer bilden.

Methoden: In dieser Studie wurden Zellen glialen und nicht-glialen Ursprungs in Gewebekulturen von neugeborenen Sprague-Dawley-Ratten immunhistochemisch untersucht und ihr Einfuss auf das Neuritenwachstum analysiert. Zusätzlich wurden rasterelektronenmikroskopische Bilder dieser Zellen mit Begleitung der Neuriten angefertigt und deren Kontaktverhalten untereinander ausgewertet.

Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigten eine enge Beziehung der nicht-neuronalen Zellen zu den auswachsenden Neuriten mitunter durch einen direkten Zell-Neuritenkontakt. Es ist daher von einer wichtigen Rolle insbesondere der Gliazellen für das Auswachsen der Spiralganglienneuriten auszugehen.

Schlussfolgerung: Weitere Studien sollten den Einfluss von Wachstumsfaktoren etc. auf kokultivierte Gliazellen und Fibroblasten in die Analyse von Spiralganglienzellkulturen miteinbeziehen, zumal dieses Kulturmodell in der Cochlea-Implantat-Forschung eine größer werdende Rolle spielt.