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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Charakterisierung des drucksensitiven K+-Auswärtsstroms der vestibulären Haarzelle Typ II beim M.Meniere

Meeting Abstract

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  • corresponding author Thorsten Haasler - RWTH Aachen Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Aachen
  • Thien An Duong - Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Aachen
  • Martin Westhofen - Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Aachen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod223

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod223.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Haasler et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Eine Erklärung für den molekularen Pathomechanismus des M.Meniere könnte der von der Arbeitsgruppe Düwel et al entdeckte drucksensitive K+-Kanal der vestibulären Haarzelle darstellen. Eine druckbedingte Zunahme des K+-Stroms könnte das Frequenzverhalten der vestibulären Haarzelle modifizieren. Des Weiteren konnte bislang eine Aufhebung des drucksensitiven K+-Stroms mit Charybdotoxin nachgewiesen werden, das ein bekannter selektiver Inhibitor für Ca2+-abhängige K+-Ströme ist. Damit stellt sich die Frage, ob die Drucksensitivität und Ca2+-Abhängigkeit Merkmale ein und desselben Kanals sind.

Methoden: Die Versuche wurden an isolierten vestibulären Haarzellen Typ II des Meerschweinchens durchgeführt. Nach der enzymatischen Isolierung wurden die Zellen elektrophysiologisch mit der Patch-Clamp-Technik im Whole-Cell-Modus untersucht.

Ergebnisse: Eine Druckerhöhung um 0,3cm H20 führt zu einer reproduzierbaren und reversiblen Zunahme der Stromamplitude des K+-Auswärtsstroms. In Abwesenheit von Ca2+-Ionen in der Badlösung kann keine Veränderung der Stromamplitude des K+-Auswärtsstroms bei Druckveränderungen beobachtet werden. Ein vergleichbares Ergebnis zeigen Versuche mit Ca2+Kanalblocker.

Diskussion: Die bei einer Zunahme des Drucks erhöhte Stromamplitude des K+-Auswärtsstroms kann durch Ca2+-Entzug oder Ca2+-Kanalblocker reduziert werden. Damit könnte mit Ca2+-Kanalblockern Einfluss auf das Frequenzverhalten von De- und Repolarisation der vestibulären Haarzelle gewonnen werden. Der gezeigte Zusammenhang zwischen Ca2+-Abhängigkeit und Drucksensitivität des K+-Kanals in der vestibulären Haarzelle könnte eine Erklärung für die Wirkung von Ca2+-Antagonisten beim endolymphatischen Hydrops auf zellulärer Ebene darstellen.