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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Nachweis von TRPA1-Kanal an vestibulären Typ II Haarzellen und seine Rolle im Transduktionskanalkomplex

Meeting Abstract

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  • corresponding author Thien An Duong Dinh - Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde und Plastische Kopf- und Halschirurgie, Aachen
  • Ingo Sparrer - Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde und Plastische Kopf- und Halschirurgie, Aachen
  • Martin Westhofen - Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde und Plastische Kopf- und Halschirurgie, Aachen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod221

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod221.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Duong Dinh et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: TRP-Kanäle stellen die größte Gruppe der Ionenkanäle im menschlichen Organismus dar. Sie sind ubiquitär und zeichnen sich durch ihre Multifunktionalität auf. Der TRPA1-Kanal ist ein erst seit kurzem bekannter Ionenkanal, der in Neuronen und Nocizeptoren nachgewiesen ist. Dort ist dieser u.a. für die Thermosensation verantwortlich. TRPA1-Kanal wird auch an den cochleären und vestibulären Haarzellen exprimiert und als Bestandteil des Transduktionskanals identifiziert. Es ist jedoch noch unklar, welche Rolle der Kanal bei der Mechanotransduktion spielt. Ziel dieser Studie sind u.a. die Charakterisierung von Ionenströmen durch den diesen Kanal an vestibulären Haarzellen des Meerschweinchens und deren pharmakologische Beeinflussbarkeit.

Methoden: Vestibuläre Haarzellen von Typ II des Meerschweinchens werden isoliert und untersucht. Ionenströme werden mit der patch clamp-Technik charakterisiert. Zur Identifizierung und Quantifizierung des durch den TRPA1-Kanal fließenden Stromes werden spezifische Pharmaka eingesetzt. Es wird der Einfluss von

Cinnarizin auf diesen Kanal untersucht.

Ergebnisse: Der elektrophysiologische Nachweis von Strömen durch den TRPA1-Kanal an isolierten vestibulären Typ II Haarzellen des Meerschweinchens ist positiv. Dieser wird durch Senföl aktiviert und durch Camphor spezifisch blockiert. Cinnarizin, ein bei M. Menière eingesetzter Calciumantagonist, hemmt ebenfalls den Ionenstrom durch den TRPA1-Kanal reversibel.

Schlussfolgerung: Der Nachweis von TRPA1-Kanal an isolierten Typ II Haarzellen des Meerschweinchens bestätigt ältere Studienergebnisse. Der supprimierende Effekt von Cinnarizin auf diesen Kanal ermöglicht neue Strategie hinsichtlich der medikamentösen Therapie des M. Menière.