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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

In-vitro Untersuchung zur Wirksamkeit antiseptisch imprägnierter Kunststoff-Trachealkanülen

Meeting Abstract

  • corresponding author Matthias Leonhard - Univ.-Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Wien, Österreich
  • Michaela Zumtobel - Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Wien, Österreich
  • Ojan Assadian - Klinisches Institut für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie, Wien, Österreich
  • Alexander M. Hirschl - Klinisches Institut für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie, Wien, Österreich
  • Wolfgang Bigenzahn - Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Wien, Österreich
  • Berit Schneider - Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Wien, Österreich

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod211

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod211.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Leonhard et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Zur Vermeidung iatrogener bakterieller Infektionen werden Kombinationen von Kunststoffen und antiseptischen Wirkstoffen (wie Octenidin) bei verschiedenen Medizinprodukten angewendet.

Ziel der Studie war es, die Wirksamkeit einer auf Octenidin basierenden antiseptischen Imprägnierung bei Kunststoff-Trachealkanülen zu überprüfen und mit herkömmlichen Trachealkanülen zu vergleichen.

Methoden: Kunststoff-Trachealkanülen mit und ohne antiseptischer Imprägnierung wurden unter kontrollierten Laborbedingungen mit dem Indikatorkeim Stapylococcus aureus 24 Stunden inkubiert. Definierte Schnittstücke wurden in physiologischer Kochsalzlösung unter Zugabe eines Enthemmers ausgeschüttelt und die enthaltene Bakterienkonzentration bestimmt. Die Trachealkanülen wurden nach Herstellerangaben mehrfach gereinigt und der Versuch wiederholt.

Ergebnisse: Octenidin als Materialzusatz bei Kunststoff-Trachealkanülen zeigte am Anfang der Versuchsreihe eine signifikante Wachstumshemmung des Indikatorkeims von 2-3 Logstufen. Wiederholte Reinigung und Desinfektion der Trachealkanülen zeigten einen raschen Wirkungsabfall der Imprägnierung, sodass nach insgesamt 10 Reinigungszyklen keine Unterschiede in den Bakterienkonzentrationen gegenüber herkömmlichen Trachealkanülen festgestellt werden konnten.

Schlussfolgerung: Eine antiseptische Imprägnierung von Trachealkanülen durch Zusatz von Octenidin zum Kanülenmaterial, scheint aufgrund des durch notwendige Reinigungsvorgänge induzierten raschen Wirkungsabfalls, nicht ausreichend.