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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Ist bei Kindern unter 10 Jahren nach Tonsillektomie/Adenektomie die routinemäßige histologische Untersuchung der Präparate notwendig?

Meeting Abstract

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  • corresponding author Arno Melzer - Katholisches Klinikum Koblenz, Haus Marienhof, Koblenz
  • Andreas Glowania - Katholisches Klinikum, Koblenz
  • Stephan Krämer - Katholisches Klinikum, Koblenz
  • Jan Maurer - Katholisches Klinikum, Koblenz

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod184

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod184.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Melzer et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Durch routinemäßige histologische Untersuchungen von Tonsillen/Adenoiden bei Kindern unter 10 Jahren entstehen erhebliche Kosten.

Methoden: In einer prospektiven Studie wurden bei mehr als 1000 Kindern (<10 J.) im Zeitraum von 10/2003 bis 10/2006 eine Tonsillektomie und/oder Adenotomie wegen des klinischen Verdachtes auf Hyperplasie/chronische Entzündung/chronische rez. Entzündung durchgeführt. Sämtliche entnommenen Präparate wurden routinemäßig histologisch untersucht.

Ergebnisse: Keines der untersuchten Präparate zeigte einen Anhalt für Malignität. Es fanden sich ausschließlich verschiedene gutartige entzündliche Veränderungen der Gewebe bei hoher Übereinstimmung mit der klinischen Diagnose.

Schlussfolgerungen: Routinemäßige histologische Untersuchungen von Tonsillen/Adenoiden bei Kindern unter 10 Jahren verursachen unnötige Kosten. In seltenen individuellen Fällen können histologische Untersuchungen jedoch indiziert sein, wenn es klinische Hinweise auf andersartige Erkrankungen gibt. Beispiele hierfür werden vorgestellt.