gms | German Medical Science

78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Erfassung des Ernährungszustandes von Patienten mit Tumoren des Aerodigestivtraktes

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • corresponding author J.-Constantin Koelmel - Klinikum Stuttgart, Katharinenhospital, Klinik für HNO, Stuttgart
  • Beate Schlegel - Klinikum Stuttgart, Katharinenhospital, Zentrum für Innere Medizin, Stuttgart
  • Wolfgang Zoller - Klinikum Stuttgart, Katharinenhospital, Zentrum für Innere Medizin, Stuttgart
  • Gerd Rasp - Klinikum Stuttgart, Katharinenhospital, Klinik für HNO, Stuttgart

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod179

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod179.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Koelmel et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Mangelernährung beeinflusst den Krankheitsverlauf von Patienten auf ungünstige Weise und wird als Risikofaktor häufig unterschätzt. Laut aktueller Literatur sind bis zu 67% aller Patienten mit Tumoren im Kopf- und Halsbereich bei Diagnosestellung mangelernährt. Durch die Therapie (Chirurgie, Radio- und/ oder Chemotherapie) wird der Ernährungszustand und damit die Toleranz gegenüber invasiven Therapien weiter reduziert. Ziel der Studie ist die Erfassung des Status quo: wie ist der Ernährungszustand von Patienten mit Tumoren im Kopf- und Halsbereich bei Diagnosestellung, wie verändert er sich bis zur stationären Aufnahme zur Operation bis hin zur Entlassung aus der Klinik, wenn die momentan durchgeführten ernährungstherapeutischen Maßnahmen beibehalten werden? Ab Erhalt des positiven Ethikvotums wurden in der Klinik konsekutiv 30 Patienten in die Studie eingeschlossen.Nach schriftlicher Einwilligung und Überprüfung der Ein- und Ausschlusskriterien wurden Größe, bisheriges Normalgewicht und aktuelles Gewicht, Nahrungszufuhr in der letzten Woche, Stress-Score erfasst und mit dem Nutritional Risk Score (NRS) bewertet. Nikotin- und Alkoholkonsum sowie Schwierigkeiten bei der Nahrungszufuhr wurden abgefragt und dokumentiert. Bei der stationären Aufnahme und vor der Entlassung wurden wieder aktuelles Gewicht und Nahrungsaufnahme erfasst. Die Liegedauer wurde ermittelt, sowie Diagnosen, Therapien und Tumorstadium dokumentiert. Die Auswertung von quantitativen Variablen erfolgt mittels deskriptiver Statistik. Unterschiede zwischen Gruppen (NRS >3 vs. NRS < 3; Diagnosegruppen; ungewollter Gewichtsverlust in 1 vs. 2. vs. 3 Monaten; BMI < 18,5 kg/m² vs. BMI > 18,5 ) wurden mit statischen Methoden überprüft und auf signifikante Gruppenunterschiede untersucht.