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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Intraoperative Fluoreszenzangiographie zur bildlichen Darstellung der Durchblutung von Paragangliomen

Meeting Abstract

  • corresponding author Vanessa Siedek - LMU München, München
  • R. Waggershauser - Institut für klinische Radiologie LMU München Großhadern, München, Deutschland
  • Alexander Berghaus - Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde LMU München, München
  • Christoph Matthias - Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde LMU München, München

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod158

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod158.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Siedek et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die präoperative arterielle Embolisation (AE) von Paragangliomen (PG) reduziert unkontrollierte Blutungen während der Präparation und damit Komplikationen wie die Verletzungen des N. facialis, N. hypoglossus oder N. vagus. Eine unzureichende AE kann durch zusätzliche perkutane direkte Embolisation des Tumors komplettiert werden. Mit beiden Verfahren wird jedoch nicht immer eine vollständige Ischämie erreicht. Wir überprüften den verbliebenen Blutfluss durch intraoperative Fluoreszenzangiographie (FA) mit Hilfe der IC View Kamera (FAIC).

Methode: Vier Patienten mit Paragangliomen (1 Gl. caroticum, 1 Gl. Oticum, 2 Gl. jugulare) wurden nach AE mit Mikrospheren unterschiedlichen Kalibers bzw. mit Histoacryl operiert. Während der Operation wurde vor der Resektion des Tumors den Patienten Indocyaningrün intravenös verabreicht und der Blutfluss mit der FAIC dargestellt sowie mit dem Computerprogramm IC Calc berechnet.

Ergebnis: Die Restdurchblutung nach AE wurde bei unseren Patienten radiologisch nur zweimal auf annähernd 0% geschätzt, bei zwei Fällen auf 20% bzw. 30%. Bei den erstgenannten zwei Patienten bestätigte die FAIC die komplette Ischämie, in den anderen beiden Fällen ergab die intraoperative Kontrolle mit FAIC eine wesentlich höhere Restdurchblutung von 70% bzw. annähernd 100%.

Schlussfolgerung: In zwei von vier Fällen korrelierte die radiologische Beurteilung der Restdurchblutung nach AE nur schlecht mit derjenigen nach FAIC. Das Ergebnis nach FA korrelierte jedoch gut mit dem intraoperativen Blutverlust. Weitere Untersuchungen müssen den Effekt einer intraoperativen Embolisation evaluieren.