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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Die Rendevous-Technik: Indikation und Variationen der kombinierten anterograden und retrograden Endoskopie bei vollständiger Stenose des Hypopharynx

Meeting Abstract

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  • corresponding author Benjamin Pogorzelski - Hals-, Nasen, Ohrenklinik und Poliklinik der Uni-Klinik-Mainz, Mainz
  • Ralf Kießlich - I. Medizinische Klinik der Uni-Klinik Mainz, Mainz
  • Wolf Mann - Hals-, Nasen, Ohrenklinik und Poliklinik der Uni-Klinik-Mainz, Mainz

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod116

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod116.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Pogorzelski et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Ursachen für Hypopharynxstenosen sind vielfältig. Als Komplikation von Radiotherapie und Reflux nach partieller Resektion bei Malignomen im Bereich des Hypopharynx und Larynx gelten sie als häufig. Die Behandlung komplexer Stensosen stellt sich jedoch weiterhin häufig als schwierig da. Unter anderem stehen Dilatation, endoskopische Laserresektion, lokale Applikation von Mitomycin C und die offene Pharyngotomie mit Lappenplastik als therapeutische Optionen zur Verfügung.

Methoden: Wir berichten von drei Fällen mit kompletter Stenosierung des Hypopharynx bei unterschiedlicher Ätiologie. In allen Fällen war eine sichere Passage der Stenose anterograd nicht möglich, da kein „echtes“ Lumen identifizierbar war. Daher erfolgte die zusätzliche retrograde Endoskopie in drei Modifikationen: 1. Retrogrades, radiologisch kontrolliertes Einführung einer Sonde mit Lichtleiter über die PEG-Sonde in den Oesophagus; 2. Retrograde Gastroösophagoskopie über die Gastrostomie; 3. Offener Zugang über Pharyngotomie distal der Stenose bei veränderter Anatomie nach Magenteilresektion und Jejunum-Interponat.

Ergebnisse: Mit Hilfe der sogenannten Rendezvous-Technik (kombinierte anterograde und retrograde Endoskopie) konnte in allen 3 Fällen mittels Laserresektion unter Diaphanoskopie der Schluckweg wiederhergestellt werden.

Schlussfolgerungen: Bei komplexen Stenosen des Hypopharynx stellt die Rendezvous-Technik mit ihren Modifikationen durch die Kombination von anterograder und retrograder Endoskopie eine Möglichkeit der Wiederherstellung des Schluckweges da. Sie bietet damit eine mögliche Alternative zur offenen Technik mit Pharyngotomie und Lappenplastik bzw. der langfristigen Abhängigkeit von einer Versorgung über die PEG-Sonde.