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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Sind die Erwartungen an die Sozilisation von CI-Kindern in den letzten 10 Jahren erreicht worden?

Meeting Abstract

  • corresponding author Anke Lesinski-Schiedat - HNO Klinik der MHH, Hannover
  • Thomas Lenarz - HNO Klinik der MHH, Hannover
  • Pat Chute - Mercy College, New York, USA
  • Markus Lesinski - HNO Klinik der MHH, Hannover

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod087

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod087.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Lesinski-Schiedat et al.
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Gliederung

Text

Die Erfolge in der Versorgung von hochgradig schwerhörigen Kindern mit einem Cochlea-Implantat (CI) werden in der Regel mit den Ergebnisse des Sprachverstehens in Ruhe gemessen, wobei die bilaterale CI-Versorgung das verstehen im Störschall verbessert. Besonders teens und teenager sind zunehmend in der Schule und mit ihren Freunden mit sehr schwierigen Kommunikationssituationen konfrontiert. Vor drei Jahren etablierten wir mit dem „Hörcamp“ eine Rehabilitationsmaßnahme, die die Entwicklung von Strategien zur Bewältigung dieser Herausforderung ermöglicht. Dennoch ist alleine mit dem Besuch einer Regelschule eine erfolgreiche Integration in die Gesellschaft nicht automatisch verbunden.

Wir versendeten einen Fragebogen an 800, vor dem 12. Lebensjahr implantierten Kinder und deren Eltern. Die Fragen bezogen sich auf technische Details des CI Nutzen, auf die notwendigen pädagogischen Unterstützungsmaßnahmen wie auch die sozialen Kontakte und deren Realität zu Freunden, Vereinen etc.

Die Auswertung der Daten zeigt mit einem Rücklauf von 37% der befragten Patienten ein grundsätzliches Interesse an dieser Fragestellung. Es ist festzustellen, das abhängig vom Lebensalter die Schwierigkeiten ansteigen, eine Regelbeschulung weiter zu realisieren. Eine Implantation im frühen Lebensalter scheint Vorteile zu bieten kann aber alleine, ohne zusätzliche Unterstützung und Förderung dieses Ziel auch nicht erreichen. Die Integration in den meist hörenden Freundeskreis und die Akzeptanz der Kommunikationsstörung ist komplexer als dies die reinen Sprachtestergebnisse vermuten lassen.

Die Ergebnisse zeigen aber auch, das eine hohe Zufriedenheit mit den Möglichkeiten des CI vorherrscht und diese ständig ausgebaut werden können.