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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Erhöhung der Erfolgsrate der Pollen-SIT durch Messung rekombinanter Markerallergene von Lieschgras und Birke

Meeting Abstract

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  • corresponding author Guido Mühlmeier - Bundeswehrkrankenhaus Ulm, Ulm
  • Heinz Maier - Bundeswehrkrankenhaus Ulm, Ulm

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod018

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod018.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Mühlmeier et al.
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Gliederung

Text

Bislang werden spezifische Immuntherapien (SIT) gegen Pollen häufig allein auf der Anamnese und der Hauttestung beruhend indiziert. Profiline und Ca-bindende Antigene als Minorallergene vieler Pollen bewirken jedoch in Abwesenheit des Majorallergens eine Scheinsensibilisierung und sorgen damit für eine Verringerung der Erfolgsraten der Immuntherapie.

Anhand der serologischen Untersuchungen der Markerallergene von 242 Patienten mit einem positiven Pricktest auf Lieschgras- und/oder Birkenpollen wurden zunächst die Verteilungsmuster der Markerallergene untersucht. Im weiteren Verlauf wurden 73 Patienten aus dieser Gruppe mit einer präsaisonalen SIT behandelt.

115 Patienten waren gegen beide Allergene sensibilisiert, 79 allein auf Lieschgras- und 48 auf Birkenpollen. 45% der Polysensibilisierten wiesen eine Sensibilisierung gegen Minorallergene auf. Die Kreuzallergenität der Nebenallergene betrug dabei 91%. Mit der Konstellation der Markerallergene konnte bei 18% dieser Gruppe eine Scheinsensibilisierung gegen Birkenpollen nachgewiesen werden. Die Betroffenen wurden im Anschluss lediglich gegen Gräser hyposensibilisiert und wiesen mit 92% versus 78% eine signifikant bessere Erfolgsrate der SIT auf als zuvor mit den gleichen Präparaten behandelte Pollenallergiker.

Die evaluierten Muster der Markerallergene für Lieschgras- und Birkenpollen zeigten eine Reihe an Scheinsensibilisierungen auf. In Abwesenheit von Majorallergenen sollte auf eine SIT gegen die betreffenden Pollen verzichtet werden. Hierdurch ergibt sich neben einer Kostenersparnis vor allem die Reduktion von Gefahren durch die Gabe der SIT.