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77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Diagnostik und Therapie von malignen Tumoren der Glandula Parotis - eine retrospektive Analyse von 60 konsekutiven Fällen

Meeting Abstract

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  • corresponding author Matthias Scheich - Univ.-HNO-Klinik Würzburg, Würzburg
  • Alessandro Relic - Univ.-HNO-Klinik Würzburg, Würzburg
  • Rudolf Hagen - Univ.-HNO-Klinik Würzburg, Würzburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod662

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod662.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Scheich et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Primäre Malignome der Glandula Parotis sind selten. Sie betreffen weniger als 20% der Parotistumoren und erfordern eine differenzierte Diagnostik und Therapieplanung.

Methoden: Es wurden 60 Patienten mit primären Parotismalignomen von 2000 bis heute retrospektiv untersucht. Rezidivtumoren und Parotismetastasen waren initial ausgeschlossen worden.

Ergebnisse: Am häufigsten waren Adenocarcinome (20%), Mukoepidermoidcarcinome (17%) und Azinuszellcarcinome (15%). Es handelte sich um 12 T1-, 22 T2-, 15 T3- und 10 T4-Tumoren mit 40 N0-, 4 N1-, 14 N2b- und 2 N3- Hälsen. Zwei Patienten zeigten Fermetastasen.

58 Patienten wurden operativ therapiert und 48 nachbestrahlt. In 65% der Fälle wurde primär eine Neck Dissection durchgeführt, in 21% sekundär. In 43% der Operationen musste der Nervus Fazialis (teil-)reseziert werden. Ein Drittel der Patienten hatte bereits präoperativ eine (partielle) Fazialisparese.

Schlussfolgerungen: Die Therapie der Wahl bei primären Parotismalignomen ist die komplette chirurgische Resektion. Wir empfehlen zusätzlich in allen Fällen eine Neck Dissection sowie ergänzend eine adjuvante Radiotherapie.