gms | German Medical Science

77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Vergleichende genomische Hybridisierung benigner Parotistumore

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • Birgit Sauter - Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Homburg/Saar
  • Steffi Urbschat - Neurochirurgische Klinik, Homburg/Saar
  • Thomas Verse - Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Homburg/Saar
  • corresponding author Christian Brunner - Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Homburg/Saar

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod660

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod660.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Sauter et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung: 5% aller Kopf- Hals-Tumore stellen Raumforderungen der Speicheldrüsen dar. Davon weitaus am häufigsten betroffen ist die Glandula parotis. Benigne Raumforderungen wie das pleomorphe Adenom und das Zystadenolymphom bilden mit über 75% den größten Anteil an Neoplasien in der Glandula parotis.

Methode: Wir untersuchten bisher15 pleomorphe Adenome und 11 Zystadenolymphome mit der Methode der vergleichenden genomischen Hybridisierung (CGH). Mit dieser Methode können auf molekularzytogenetischer Ebene numerische Imbalancen des Tumorgenoms untersucht und mit Hilfe einer speziellen Bildverarbeitungssoftware ausgewertet und dargestellt werden. Gewinne und Verluste im Tumorgenom geben Hinweise auf Kandidaten-Regionen von Onkogenen bzw. Tumorsuppressorgenen.

Ergebnis: Bei einem Großteil der Tumore konnten, trotz der Gutartigkeit der Neoplasien, quantitative molekulargenetische Alterationen detektiert werden. Die Ergebnisse der CGH zeigten eine Vielzahl von genetischen Veränderungen. Häufige Veränderungen bei den pleomorphen Adenomen zeigt das X-Chromosom mit einem Zugewinn und der kurze Arm von Chromosom 16 mit einem Verlust an genetischem Material. Weitere Veränderungen betreffen hauptsächlich Chromosom 22 und 17. Die Zystadenolymphome zeigen ebenfalls Verluste auf Chromosom 16 und 22 sowie auf dem langen Arm von Chromosom 6.

Schlussfolgerung: Die Lokalisationen der detektierten genetischen Veränderungen grenzen ätiologische Genloci ein, welche in weiteren molekularzytogenetischen und molekulargenetischen Untersuchungen präzisiert werden können. Darüber hinaus können Muster von genetischen Veränderungen im Zusammenhang mit klinischen Daten der Patienten wegweisend in der klinisch- pathologischen Diagnostik der Klassifizierung sein.