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77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

MR-Elastographie der Glandula parotidea: Erste Erfahrungen bei 3 Tesla

Meeting Abstract

  • corresponding author Fabian Reitmeier - Universitäts HNO - Klinik Hamburg Eppendorf, Hamburg
  • Christian Habermann - Radiologie UKE, Hamburg
  • Miriam Cramer - Radiologie UKE, Hamburg
  • Michael Jaehne - HNO UKE, Hamburg
  • Gerhard Adam - Radiologie UKE, Hamburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod658

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod658.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Reitmeier et al.
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Gliederung

Text

Ziel: Dynamische Magnetresonanz-Elastographie(MRE) ermöglicht 3D Rekonstruktion der visko-elastischen Parameter eines Gewebes. Ziel war die Entwicklung eines Versuchsaufbaus zur MRE d. Parotis bei 3 Tesla.

Material & Methoden: 27 gesunde Probanden (17 w, 10 m, mean age: 32a) wurden in Rückenlage mittels 3 Tesla Ganzkörperscanner (3T Intera; Philips Med. Sys.) mit einer 6 Kanal SENSE-Kopfspule untersucht. Der Oszillator wurde bei allen Probanden an der li. Parotis platziert. Die angewandte Frequenz betrug 100 Hz. Für die Datenakquisition wurde eine bewegungssensitive, echoplanare, transversale Spin-Echo-Sequenz verwendet. Es wurden 5 Schichten akquiriert. Die Akquisitionsdauer betrug 9,27 min. Zusätzlich wurden 5 Probanden vor und nach oraler Stimulation mit Zitronensaft untersucht. Die Elastizität wurde mittels des Maxwell-Modells berechnet. Zur Berechnung der Viskosität wurde das Voigt-Modell verwendet.

Ergebnisse: Mittels des entwickelten Versuchsaufbaus konnte bei 25 von 27 Probanden eine suffiziente Penetration der eingekoppelten Welle nachgewiesen werden. Die Amplitude der erzeugten Welle nahe dem Oszillator betrug 80-100 mm. Die mittlere Elastizität der untersuchten, nicht stimulierten Drüsen betrug 1,37 ± 0,35 kPa, während die Viskosität mit 0,45 ± 0,14 Pa*s berechnet wurde. Nach oraler Stimulation wurde ein Anstieg beider Parameter nachgewiesen (1,48 kPa, 0,56 Pa*s).

Schlussfolgerungen: Die vorliegende Arbeit zeigt die technische Durchführbarkeit der Parotis-MRE bei 3 Tesla. Die homogenen Ergebnisse lassen die Schlussfolgerung zu, dass Erkrankungen der Parotis, die zur Veränderung der viskoelastischen Parameter führen, mittels vorgestellter Technik von gesundem Gewebe zu differenzieren sein dürften.