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77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Statistische Klassifikationskriterien zur Artdiagnostik von Parotistumoren

Meeting Abstract

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  • corresponding author Alessandro Bozzato - HNO Univ. Klinik Erlangen, Erlangen
  • Johannes Zenk - HNO Univ. Klinik Erlangen, Erlangen
  • Holger Greess - HNO Univ. Klinik Erlangen, Erlangen
  • Heinrich Iro - HNO Univ. Klinik Erlangen, Erlangen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod635

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod635.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Bozzato et al.
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Gliederung

Text

Kontrastmittelgestützte Dignitätskriterien bei Parotistumoren existieren sowohl für den Ultraschall (US), als auch für die Kernspintomografie (MRT). Die Möglichkeiten hierdurch verschiedenen Tumorentitäten zu differenzieren, werden in der Literatur uneinheitlich hoch bewertet. Fragestellung dieser prospektiven Studie war, die Validität verschiedener Messparameter beider Verfahren statistisch zu prüfen. Untersucht wurden sowohl im US als auch in der MRT morphologische Charakteristika, Angioarchitektur und das Perfusionsverhalten. Die Analyse erfolgte mit Hilfe von Berechnungen von ROC Kurven, logistischer Regression und rekursiver Partitionierung der Variablen. Verglichen wurde die histologische Diagnosen mit US und MRT. Das untersuchte Kollektiv umfasste 125 Patienten mit Tumoren der Gl. parotis. Im US konnte ein Warthin Tumor besser identifiziert werden als im MRT; bei pleomorphen Adenomen gelang dies mit beiden Methoden deutlich schlechter. Beide Verfahren zeigten hinsichtlich der Differenzierung Malignom/ Benignom vergleichbare Genauigkeiten, hier konnte beim Vergleich der erreichten Kontrastmittelintensitäten die MRT einen geringen Vorteil aufweisen. Keines der bildgebenden Verfahren war in der Lage eindeutige „tumortypischen“ Charakteristika zu identifizieren. Die Kombination beider Verfahren mit der Bewertung qualitativer und quantitativer Parameter führte zu Erstellung von Klassifikationsbäumen, anhand derer ein Maximum an diagnostischer Sicherheit bzgl. des Vorliegens verschiedener histologischen Tumortypen erreicht wird. Trotz der Verbesserung durch die Kombination von kontrastmittelverstärkter Sonografie und MRT bei der Tumorartbestimmung kann der Goldstandard der histologischen Sicherung derzeit nicht ersetzt werden.

Unterstützt durch die Wilhelm Sander Stiftung: (Nr. 2004.014.1).