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77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Ästhesioneuroblastome - operative Erfahrungen!

Meeting Abstract

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  • corresponding author Olcay Dagdelen - HNO-Klinik, Augsburg
  • Franz-Xaver Brunner - HNO-Klinik, Augsburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod572

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod572.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Dagdelen et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Ästhesioneuroblastome sind seltene Tumoren, die ihren Ursprung in der Regel vom neuroektodermalem Gewebe des Riechepithels nehmen. Sie befallen die Orbita, die Nasennebenhöhlen und das Gehirn. Diese Tumoren wachsen langsam, haben eine hohe Rezidivrate. Metastasen treten spät in einem fortgeschrittenen Stadium in Erscheinung. Der Ekrankungsverlauf ist durch eine hohe Rezidivrate und relativ kurze Überlebensraten gekennzeichnet.

Ergebnisse: In den letzten 5 Jahren haben wir 10 Patienten mit Ästhesioneuroblastomen in der HNO-Klinik Augsburg behandelt. In 6 Fällen war der Tumor in das Intrakranium eingebrochen. Alle Patienten wurden einer endo- und extranasalen Tumorresektion unterzogen. 8 Patienten erhielten zusätzlich eine postoperative Radiatio. 3 Patienten erhielten eine zusätzliche Chemotherapie. 5 von 10 Patienten haben die ersten fünf Jahre nicht überlebt. Im Durchschnitt trat das Rezidiv nach ca. 11 Monaten auf. 2 Patienten sind nach fünf Jahren immer noch tumorfrei. 4 Patienten sind seit ca. 2 Jahren tumorfrei.

Zusammenfassung: Ästhesioneuroblastome sind seltene, aggressive Tumoren mit hoher Rezidivneigung. Die CT gibt die beste Information über die lokale Ausdehnung und Invasion in die benachbarten knöchernen Strukturen, die MRT zeigt die Invasion umgebender Weichteile. Eine generelle Therapieempfehlung gibt es nicht. Die chirurgischer Resektion und postoperativer Radiatio kann im Einzelfall zur Kuration führen.