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77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Die Behandlung der hyperplastischen unteren und mittleren Nasenmuscheln mittels Laser-Waveguide-Technik

Meeting Abstract

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  • corresponding author Larissa Langhanki - Klinik und Poliklinik für HNO-Krankheiten, Univ.-Klinikum Eppendorf, Hamburg
  • Arne Dippel - HNO UKE, Hamburg
  • Michael Jaehne - HNO UKE, Hamburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod555

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod555.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Langhanki et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Bei der C02-Laserbehandlung der Nasenmuschelhyperplasie (NMHP) mit dem Waveguide (WG) sind insbesondere auch distale Bereiche der unteren und mittleren NM zugänglich. Allerdings sind Maßnahmen zur Verbesserung der Strahlqualität und gegen die Erhitzung des Instruments erforderlich.

Pat/Met: Der C02-Laserstrahl (10 W Superpuls, Taktung 0,02s, 0,02s Pause) wird über einen unter 60° im WG angebrachten, sphärischen Kupfer-Spiegel appliziert. Die durch die Strahlenbündelung verringerte Laserleistung führt somit zu einer reduzierten Erhitzung des WG. Zur weiteren Kühlung werden mit einem Durchflussregler (Dräger) 6 l/min Druckluft insuffliert, die eine Spiegel-Kontamination und Sichtbehinderungen durch Laserrauch verringern. Die Strahlführung wird mit einer 30° Optik (Storz) kontrolliert. Insg. 89 Pat (49 m, 40 f) mit einer Nasenatmungsbehinderung u/o Schleimflußproblematik bei NMHP wurden gelasert. Die Behandlung konnten bei 72 Pat(80,8%) prä- und 12Wo. postop evaluiert werden (Endoskopie, Rhinomanometrie, subjektive Einschätzung).

Ergebnisse: Bei allen Pat erfolgte die Behandlung der mit. und unt. NM bds. Bei 59 Pat (81,9%) zeigten sich endoskopisch verkleinerte NM. 50 Pat (69,4%) gaben eine verbesserte Nasenatmung an, 53 Pat (73,6%) eine reduzierte Schleimflussrate (keine Veränderung: 16=22,2%; Verschlechterung: 3=4,1%). Rhinomanometrisch zeigte sich bei 48 Pat (66,6%) ein um mind. 30% verbesserter Flow. Die Behandlung war mit der verbesserten Technik deutlich schneller und annähernd schmerzfrei durchführbar.

Diskussion: Die WG-Technik ist eine gute Möglichkeit bei der Behandlung der NMHP. Die zur Optimierung der Met. eingesetzten Veränderungen (sphärischer Spiegel, Druckluftinsufflation) haben die Anwendung weiter vereinfacht.