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77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Versorgung einer Blutung aus der Arteria carotis interna nach Nasennebenhöhlenoperation mittels Gefäßstentimplantation

Meeting Abstract

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  • corresponding author Burkard M. Lippert - Univ.-HNO-Klinik Mainz, Mainz
  • Peter Stoeter - Klinik für Neuroradiologie Univ. Mainz, Mainz
  • Otto Hey - Klinik für Neurochirurgie Univ. Mainz, Mainz
  • Wulf Mann - Univ.-HNO-Klinik Mainz, Mainz

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod524

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod524.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Lippert et al.
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Gliederung

Text

Die Verletzung der Arteria carotis interna im Rahmen von endonasalen Nasennebenhöhlen Operationen ist eine sehr seltene, aber möglicherweise auch sehr schwerwiegende Komplikation. Bisher sind in der Literatur nur sehr wenige Fälle beschrieben worden, z. T. mit tödlichem Verlauf. Nach der Notfallversorgung wird das Gefäßleck üblicherweise durch eine Ballon Okklusion oder selektive Gefäßembolisation der ACI verschlossen.

Wir berichten über zwei Fälle mit einer Blutung der Arteria carotis interna während einer Keilbeinhöhlenoperation. Nach sofortiger Blutstillung mittels Einlage einer Bellocq-Tamponade wurde das im Verlauf sich ausgebildete Pseudo-Aneurysma in der Angiographie dargestellt und durch eine Stentimplanation verschlossen. Das Gefäßlumen konnte somit erhalten werden. Beide Patienten zeigten postinterventionell keinerlei neurologische Ausfälle. Der Defekt in der Keilbeinhöhlenseitenwand wurde mit Muskelfaszie gedeckt.

Durch die Stentimplantation kann einerseits das Gefäßleck suffizient verschlossen und andererseits der Blutfluss herhalten werden. Die mit einem kompletten ACI-Verschluss einhergehenden neurologischen Defizite können auf diese Weise reduziert bzw. vermieden werden.