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77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Welche Vorteile bietet Carboxy-Methyl-Cellulose (Rapid Rhino®-Sinu-Knit) nach endoskopischer Nasennebenhöhlenchirurgie

Meeting Abstract

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  • corresponding author Andreas Leunig - HNO-Klinik, LMU-München, München
  • Konrad Kastl - HNO-Klinik Klinikum Großhadern, München
  • Siedek Vanessa - HNO-Klinik Klinikum Großhadern, München
  • Christian Betz - HNO-Klinik Klinikum Großhadern, München

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod523

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod523.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Leunig et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Endo- oder mikroskopische Nasennebenhöhlenoperationen werden gewöhnlich mit einer Nasentamponade abgeschlossen. Sowohl das Tragen der Tamponade als auch die Detamponade werden als unangenehm bis schmerzhaft empfunden. Ziel der Arbeit war es, den Einsatz von Carboxy-Methyl-Cellulose (CMC) hinsichtlich Tragekomfort, Schmerzen, Wundheilung, Krustenbildung, Nachblutung und Infektionen im Vergleich zu „keiner Nasentamponade" zu untersuchen.

Methoden: In einer doppelblinden, randomisierten, kontrollierten prospektiven Untersuchung wurden n=21 Patienten mit CRS oder Polyposis nasi einer beidseitigen FESS ohne Septumplastik oder Conchotomie unterzogen. Zum Zeitpunkt 1., 12.-16., 25.-30. Tag und 6 Monate post-OP erfolgte unabhängig vom Operateur eine Nachuntersuchung mit Befragung (VAS 0-10) und Untersuchung des Patienten.

Ergebnisse: Bei 62% der Patienten war eine Rez. Polyopsis nasi die Indikation zur NNH-OP; 46% gaben eine ASS-Intoleranz an. Es zeigte sich kein signifikanter seitenspezifischer Unter-schied in beiden Gruppen bezüglich postoperativer Schmerzen oder Nasenatmungsbehinde-rung. Bei keinem Patienten kam es zu einer Nachblutung, einer Infektion, oder unerwünschten Nebeneffekten. Die mit CMC tamponierte Seite zeigte im Vergleich zur Gegenseite keine Unterschied hinsichtlich der Wundheilung oder Krustenbildung.

Schlußfolgerung: Der Einsatz von CMC bietet einen sehr guten Patientenkomfort. Hinsicht-lich der Wundheilung und der postoperativen Blutungen wurden in dieser Patientengruppe keine Unterschied zu "keiner Nasentamponade" festgestellt. Größere Patientenzahlen im Rahmen dieser Untersuchung sind geplant. Eine weitere Option für CMC als applizierbares Gel besteht in der Trägersubstanz für diverse Pharmaka (Cortison, Antimykotika).