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77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Chirurgische Strategie bei Fällen mit Schädigung des Nervus Opticus von Nasennebenhöhlenpathologie: Unsere Erfahrung

Meeting Abstract

  • corresponding author Karen Dzhambazov - HNO/MU Plovdiv, Plovdiv, Bulgarien
  • Nikoleta Traykova - Radiologie/Med Uni Plovdiv, Plovdiv, Bulgarien
  • Petar Krastev - HNO/Med Uni Plovdiv, Plovdiv, Bulgarien
  • Dimitar Pazardzhikliev - HNO/Med Uni Plovdiv, Plovdiv, Bulgarien
  • Ilia Yovchev - HNO/Med Uni Plovdiv, Plovdiv, Bulgarien

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod515

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod515.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Dzhambazov et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Schaedigung des N. opticus bei entzuendlichen Erkrankungen der Orbita von Nasennebenhoehlenpathologie sind ziemlich seltenes, aber sehr ernstes Problem.

Material und Methode: Seit 1997 bis 2005 haben wir insgesamt 22 Patienten mit orbitalen Komplikationen beobachtet. Davon 7 Kinder, 8 Frauen, 7 Maenner. 6 von den Patienten/37%/ haben eine Schaedigung des N.opticus mit Visusminderung gezeigt. 12/55%/ von allen 22 Patienten wurden mikroendoskopisch operiert – Ethmoidektomie oder Pansinusotomie , in 2 Faellen mit phlegmonoese Entzuendung der Orbita wurde die endonasale Operation mit einer lateralen Kanthotomie und transantrale Dekompression kombiniert.

Ergebnisse: Bei 4 Patienten/67%/ hat sich der Visus normalisiert, bei 2 war die Schaedigung definitiv.

Schlussfolgerungen: Bei schwerwiegenden Komplikationen der Nasennebenhoehlenentzuendungen und speziell Schaedigung des N.opticus, muss die operative Therapie, im Sinne einer endonasalen Ethmoidektomie oder Pansinusotomie mit Dekompression der Orbita sofort eingesetzt werden. In Faellen mit einem Orbitaphlegmon reicht die endonasale Operation nicht. Trotz einer transantralen Dekompression oder einer lateralen Kanthotomie ist die Gefahr von einer Erblindung sehr gross.