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77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Perspektiven des Tissue Engineering im Kopf-Hals-Bereich

Meeting Abstract

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  • corresponding author Nicole Rotter - HNO-Klinik, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Lübeck

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod496

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod496.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Rotter.
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Gliederung

Text

Tissue Engineering verwendet patienteneigene Zellen und resorbierbare Biomaterialien zur Herstellung von Geweben in vitro. In Verbindung z.B. mit Stammzellen ist Tissue Engineering ein Teil der Regenerativen Medizin, die die Regeneration defekter Gewebefunktionen im Allgemeinen zum Ziel hat.

Im Kopf-Hals-Bereich treten neben kongenitalen Gewebedefekten vor allem Läsionen die tumorös oder traumatisch bedingt sind auf. Ihre Rekonstruktion ist häufig nur unter Verwendung aufwändiger chirurgischer Verfahren möglich. Eine Alternative könnte die in vitro-Regeneration dieser Gewebe sein. Knorpelgewebe, Knochen, Speicheldrüsengewebe, respiratorisches Epithel und Nervengewebe sind hier von besonderem Interesse.

Am Beispiel von Knorpel wird das Konzept einschließlich ökonomischer Aspekte erklärt. Ausgangszellen können Chondrozyten oder adulte Stammzellen sein, die von Vorteil sind, wenn patienteneigenes Knorpelgewebe als Spendermaterial nicht zur Verfügung steht. Nach der Zellvermehrung sollen resorbierbare Biomaterialien die zu regenerierende Struktur dreidimensional nachzubilden, mechanische Stabilität gewährleisten und die Zellfunktion unterstützen. Da optimal geeignete Trägermaterialien für die Entwicklung von Knorpelgewebe im Kopf-Hals-Bereich zur Zeit kommerziell nicht zur Verfügung stehen, wird die Entwicklung neuartiger Biomaterialien zum Beispiel durch die Europäische Union im Rahmen des Exzellenznetzwerks EXPERTISSUES gefördert. Nur durch derartige interdisziplinäre Forschungsansätze wird die Entwicklung klinisch anwendbarer Transplantate möglich.

In dieser Übersicht werden der Stand der Forschung dargestellt und die Möglichkeiten und Limitationen die sich durch diese Technologie für den Kopf-Hals-Bereich ergeben diskutiert.

Unterstützt durch die Europäische Union. Network of Excellence EXPERTISSUES.