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77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Die Tracheostomaerweiterungplastik zur Behandlung stenosierter Tracheostomata

Meeting Abstract

  • Heidelinde Kellner - Univ.-HNO-Klinik Marburg, Marburg
  • Andreas Sesterhenn - Univ.-HNO-Klinik, Marburg
  • M. Bremke - Univ.-HNO-Klinik, Marburg
  • Jochen Werner - Univ.-HNO-Klinik, Marburg
  • corresponding author Benedikt Folz - Univ.-HNO-Klinik, Marburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod486

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod486.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Kellner et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Stenosierung eines Tracheostomas bei tracheotomierten oder laryngektomierten Patienten stellt eine Komplikation dar, die sich meist erst nach längerer Zeit ausbildet. Ein stenosiertes Tracheostoma kann zu Dyspnoe und Sekretverhalt sowie zu rezidivierenden Entzündungen führen. Bei laryngektomierten Patienten kommen Dysfunktionen von Stimmprothesen hinzu.

Methoden: Neun Patienten erhielten eine Tracheostomaerweiterungsplastik, 4 Patienten davon als Folge einer Stenosierung nach Langzeitbeatmung und 5 Patienten bei Stenosierung nach Laryngektomie, die jeweils mehr als 5 Jahre zurücklag. Das Tracheostoma wurde beidseits lateral inzidiert und die peristomatale Haut wurde an der Tracheainnenseite fixiert. Ein cranialer Schwenklappen erweiterte das Stoma noch zusätzlich.

Ergebnisse: Bei allen Patienten konnten die Lumina der Tracheostomata durchschnittlich um den Faktor 2 erweitert werden. Die Dyspnoe war bei allen Patienten nach dem Eingriff behoben und das Absaugen des Trachealsekretes deutlich erleichtert. Es kam bei zwei Patienten bei Z.n. Laryngektomie und Strahlentherapie zu Wundheilungsstörungen, welche unter konservativer Therapie folgenlos abheilten. Die Dysfunktion der Stimmprothesen konnte bei 4 von 5 Patienten erfolgreich behoben werden, bei einem Patienten gelang dies jedoch nicht. Eine Patientin musste zusätzlich wegen einer Tracheomalazie mit einem Nitinolstent versorgt werden.

Zusammenfassung: Die Tracheostomaerweiterungsplastik stellt ein probates Mittel zur Therapie stenosierter Tracheostomata dar. Bei onkologischen Patienten muss jedoch mit Wundheilungsstörungen in Folge der Fibrosierung durch vorangegangene Therapien gerechnet werden.