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77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Prädiktive ex vivo Erfassung der Reaktivität von Kopf-Hals-Karzinomen auf Kombinationen von Zytostatika

Meeting Abstract

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  • corresponding author Ralph Dollner - Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde / Plastische Operationen, Leipzig
  • Christof Granzow - DKFZ, Heidelberg, Heidelberg
  • Andreas Dietz - Klinik und Poliklinik für HNO-Heilkunde / Plastische Operationen, Leipzig

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod351

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod351.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Dollner et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Das Interesse an einer klinischer verwertbaren prädiktiven Chemoreaktivitätsdiagnostik hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Allerdings erfassen die eingesetzten Testsysteme bislang ausschließlich das Ansprechen gegenüber Einzelsubstanzen. In der Kopf-Hals-Onkologie kommen aber praktisch ausnahmslos Kombinationen von Zytostatika zum Einsatz. Ziel unserer Studie war es, unser bestehendes ex vivo Testsystem zur Erfassung der Chemoreaktivität gegenüber Einzelsubstanzen so zu modifizieren, dass sich die Synergismen einer Kombinationstherapie ex vivo abbilden und prädiktive Aussagen zur Kombinationsbehandlung zulassen.

Methoden: Tumorbiopsate von 12 Kopf-Hals-Karzinomen wurden gemäß (Dollner et al., 2004) aufgearbeitet und ex vivo analysiert. Die epitheliale Chemoreaktivität wurde für die Einzelsubstanzen 5-Fluorouracil, Carboplatin, cis-Platin und Docetaxel, sowie für die klinisch eingesetzten Kombinationen dieser Substanzen quantitativ erfasst. Diese ex vivo Ergebnisse wurden mit den klinischen Verläufen verglichen.

Ergebnisse: In vier Fällen ließ sich ex vivo eine Sensibilität gegenüber Substanzkombinationen nachweisen. Das individuelle Ansprechen auf die klinische Kombinationstherapie stimmt hierbei in allen darstellbaren Fällen mit den ex vivo Tests überein. Die Testergebnisse der Einzelsubstanzen entsprechen dem klinischen Verlauf nur im Einzellfall.

Schlussfolgerung: Entsprechend der klinisch praktizierten zytostatischen Kombinationstherapie erscheint die prädiktive Chemoreaktivitätsdiagnostik durch die Einführung analoger Kombinationen von Zytostatika im ex vivo Testsystem gegenüber der Testung von Einzelsubstanzen deutlich verbessert.