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77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Limitierung der Wirtsantwort auf Adenovector-induzierte Gentherapie des Innenohres

Meeting Abstract

  • corresponding author Mark Praetorius - Uni-HNO-Klinik Heidelberg, Heidelberg
  • Hinrich Staecker - 2Department of Otolaryngology, University of Kansas School of Medicine, Kansas City, KS, USA
  • Chi Hsu - GenVec, Inc., Gaithersburg, MD, USA
  • Douglas E. Brough - GenVec, Inc., Gaithersburg, MD, USA
  • Peter K. Plinkert - Uni-HNO-Klinik Heidelberg, Heidelberg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod197

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod197.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Praetorius et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Adenovector-induzierter Gentransfer wird häufig benutzt, um den Phänotyp des Innenohres in einer Vielzahl von Tiermodellen des Hörverlustes zu verändern. Studien in anderen Systemen (Auge und Skelettmuskel) haben gezeigt, dass die Immunantwort abhängig ist von der applizierten Gesamtdosis.

Material/Methoden: 24 Mäusen des genetischen Hintergrundes C57B16 wurden über einer Cochleostomie je 1 µl einer Adenoviralen Vektors aus dem Serotyp Ad5, Ad35 oder Ad41 oder artifizielle Perilymphe appliziert. Es wurden BERA-Messungen und histologische Untersuchungen durchgeführt.

Ergebnisse: Wir haben die Immunogenizität dieser Vectoren und den daraus resultierenden Einfluss auf den Gentransfer untersucht. Wir können eine große Zahl verschiedener Zelltypen im Innenohr von Mäusen transfizieren, die mit Ad5 präimmunisiert waren. Dies gelang ohne weitere Schädigung des Hörvermögens. Eine weitere Feinabstimmung des Gentransfers wurde durch die Verwendung eines in seinem Tropismus verbesserten Ad5 Vectors mit einer Heparin-Bindungsstelle erreicht, die einen effizienten Transfer mit geringeren Vectordosen erlaubt. Vectoren, die bevorzugt an Alpha V Integrin binden waren weniger effektiv. Eine Transfektion der Innenohrgewebe kann auch mit Ad35 und Ad41 basierten Adenovectoren erreicht werden.

Schlussfolgerung: Unsere Schlüsse sind, dass die Entwicklung von Adenovector-basierten molekularen Therapeutika für das Innenohr durch folgende Faktoren verbesserbar ist: Begrenzung der Gesamtdosis an Partikel, die appliziert werden, Verbesserung der Bindung an die Zielzellen, Verwendung von alternativen Adenovirus Serotypen, die vom Immunsystem nicht als Reinfektion erkannt werden und durch die sorgfältige Auswahl des mikrochirurgischen Applikationsweges.