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77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Ist der Streptokokkenschnelltest vor Tonsillektomie sinnvoll?

Meeting Abstract

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  • corresponding author Christiane Porsch - Univ.-HNO-Klinik Magdeburg, Magdeburg
  • Dirk Korbmacher - Univ.-HNO-Klinik Magdeburg, Magdeburg
  • Christiane Motsch - Univ.-HNO-Klinik Magdeburg, Magdeburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod141

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod141.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Porsch et al.
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Gliederung

Text

Zielsetzung: Unser Ziel war es herauszufinden, ob ein präoperativer Streptokokkenschnelltest bei Patienten mit chronischer Tonsillitis eine Aussage über das Outcome des Patienten hinsichtlich eines erhöhten Nachblutungsrisikos nach der Operation treffen kann.

Methode: Bei 29 Patienten (Altersdurchschnitt 24,9 Jahre), die sich konsekutiv innerhalb eines Monats in unserer Klinik zur Tonsillektomie vorstellten, wurde ein Tonsillenabstrich durchgeführt.

Ergebnisse: Von allen 29 Patienten die auf Streptokokken mit einem Streptokokkenschnelltest (Secustrep A) untersucht wurden, war dieser nur bei einem Patienten positiv.

Es gab zwei Nachblutungen (6,9%) die eine operative Revision erforderten. Dabei handelte sich jeweils um eine wiederholte Blutung. Einer dieser beiden Patienten hatte einen positiven Streptokokkenschnelltest. Ein signifikanter Zusammenhang konnte jedoch nicht hergestellt werden (χ²-Test; p=0,6).

Es sind insgesamt 8 Nachblutungen (28%) aufgetreten. Diese traten entweder primär in den ersten 24h auf oder zwischen dem 4. und 8. postoperativen Tag. Von diesen acht Patienten zeigte sich bei fünf histologisch Veränderungen im Sinne einer Peritonsillitis, zwei zeigten eine Kryptentonsillitis und einer eine lymphofollikuläre Hyperplasie.

Anamnestisch wurden bei 7 Patienten (24%) mehrfache Antibiosen präoperativ ambulant verordnet. Eine Beeinflussung des Blutungsrisikos zeigte sich jedoch nicht (χ²-Test; p=1,0).