gms | German Medical Science

77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Intubation bei Nachblutung nach Tonsillektomie

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • corresponding author Florian Faust - HNO-Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover, Hannover
  • Christiane Claas - Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Anästhesie, Hannover
  • Burkard Schwab - HNO-Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover, Hannover
  • Thomas Lenarz - HNO-Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover, Hannover

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod136

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod136.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Faust et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung: Bei Nachblutungen nach Tonsillektomie, die in Intubationsnarkose versorgt werden müssen, ist die Intubation aufgrund der durch die Blutung erschwerten Sichtverhältnisse eine Herausforderung für den HNO-Arzt und den Anästhesisten.

Methoden: In einer retrospektiven Studie anhand von 893 Tonsillektomien, die an der Medizinischen Hochschule Hannover in dem Zeitraum von 1998 bis 2004 durchgeführt wurden, kam es bei 136 (15,2%) zu einer Nachblutung, wovon 83 (61,8) in Intubationsnarkose versorgt wurden. Etwaige schwierige Intubationen, bzw. Intubationsversuche wurden anhand des OP-Berichtes und des Anästhesieprotokolls ermittelt.

Ergebnisse: Bei 6 (7,2%) Patienten war eine Intubation unter Zuhilfenahme des MacIntosh-Laryngoskops nicht möglich, so dass der Patient mit einem starren Tracheobronchoskop intubiert wurde. Bei 2 (2,4%) weiteren Patienten war auch der starre Intubationsversuch frustran, so dass letztlich eine Notfalltracheotomie durchgeführt wurde.

Schlussfolgerungen: Vor der Einleitung einer Narkose zur Behandlung einer Nachblutung nach Tonsillektomie in Intubationsnarkose sollte mit dem Anästhesisten ein Therapiemanagement festgelegt werden. Die benötigten Geräte zur starren Intubation, bzw. zur notfallmäßigen Tracheotomie sollten unbedingt vorhanden sein, um die Atemwege in der Nachblutungssituation sichern zu können.