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77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Sonomorphologische Halslymphknotenparameter und ihre Wertigkeit bei der Prognoseabschätzung von Kopf-Hals-Malignomen

Meeting Abstract

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  • corresponding author Walter Enrique Rojas - HNO-Klinik, Uni Aachen, Aachen
  • Christopher Rust - HNO-Klinik, Uni Aachen, Aachen
  • Martin Westhofen - HNO-Klinik, Uni Aachen, Aachen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod130

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod130.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Rojas et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Ziel ist anhand eines Prognoseverfahrens, das die Sonomorphologie von Halslymphknoten bei HNO-Karzinomen bewertet, eine Abschätzung des klinischen Verlaufs treffen zu können.

Methoden: Die Daten von 150 Patienten, die mit einem primären Plattenepithel-Ca des HNO-Bereiches im Zeitraum von 09/96-05/04 behandelt worden waren, wurden ausgewertet. Die präop. sonogr. Befunde wurden retrospektiv nachbefundet. Hierbei wurden sonomorpholog. Malignitätskriterien durch ein Punktesystem gewichtet. Anschließend folgte durch die Bildung von Summenscores die Einteilung in drei Prognosegruppen. Die Wahrscheinlichkeit der lokoregionären Rezidivfreiheit wurde nach Kaplan/Meier berechnet, der Einfluß einzelner Malignitätskriterien wurde anhand einer Regressionsanalyse bestimmt.

Ergebnisse: Bei n=35 Patienten trat ein Tumorrezidiv bei einer mittl. Nachbeobachtungszeit von 14 Monaten auf. In der Prognosegruppe mit unauffälligen Halslymphknotenbefunden (n=84) traten bei n=5 Patienten ein Rezidiv auf. Die mittl. rezidivfreie Überlebenszeit (ÜLZ) betrug in dieser Gruppe 45 Monate. In der Gruppe mit verdächtigem Befund (n=40) traten bei n=12 Patienten ein Rezidiv bei einer ÜLZ von 25 Monaten auf. In der Gruppe mit sonographisch-patholog. Status (n=26) schließlich kam es bei n=18 Pat. zu einem erneuten Tumorwachstum. Die ÜLZ belief sich auf 15 Monate. Die Regressionsanalyse zeigte einen signifikanten Einfluß der maximalen LK-Durchmesser und der sonographischen Echostruktur auf die rezidivfreie Überlebenszeit.

Schlussfolgerungen: Nach den bisher vorliegenden Daten ist eine Prognoseabschätzung durch Auswertung sonograph. Befunde für maligne Kopf-Hals-Tumoren möglich. Eine weitere Evaluierung der Ergebnisqualität an einem größeren Patientenkollektiv ist indiziert.