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77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Metastatischer Morbus Crohn mit Manifestation im Kopf-Hals-Bereich

Meeting Abstract

  • corresponding author Simone Hindersin - HNO-Klinik, Universitätsklinikum Düsseldorf, Düsseldorf
  • Irmhild Mönnighoff - Klinik für Gastoenterologie und Hepatologie, Universitätklinikum Düsseldorf, Düsseldorf
  • Murat Bas - HNO-Klinik, Universitätklinikum Düsseldorf, Düsseldorf
  • Thomas K. Hoffmann - HNO-Klinik, Universitätklinikum Düsseldorf, Düsseldorf

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod118

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod118.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Hindersin et al.
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Gliederung

Text

Zur Diagnose des metastasierenden Morbus Crohn gehört das Vorhandensein eines granulomatösen Hautherdes, welcher nicht in direktem Zusammenhang mit den Lokalisationen des Morbus Crohn im Verdauungstrakt steht. Wir berichten über eine 33-jährige Patientin mit langjähriger AZ-Verschlechterung, Diarrhoen, laborchemischer Infektkonstellation, aphthoiden Mundschleimhautläsionen und rezidivierenden granulomatösen Hautgeschwüren der Kopf-Hals-Region. Unter Antibiotikagabe mit Avalox kam es wiederholt zu einer klinischen Besserung. Die Aufgrund einer begleitenden mikrozytären, hypochromen Anämie durchgeführte Knochenmarkspunktion ergab keinen pathologischen Befund. In der Koloskopie zeigte sich makroskopisch das Bild einer diskontinuierlichen Pankolitis, welche histologisch bestätigt wurde. In der mikroskopischen Beurteilung der Hautbiopsate wurden Ulzerationen beschrieben, einhergehend mit ausgedehnter bis ins subkutane Fettgewebe reichender teils phlegmonöser, teils chronisch-granulierender Entzündung. Makroskopische und mikroskopische Aspekte intestinaler und kutaner Läsionen führten gemeinsam mit dem klinischen Verlauf zur Diagnose eines metastasierenden Morbus Crohn. Klinische Symptome, morphologische Charakteristika, differentialdiagnostische Überlegungen, Bildgebung und Therapie werden dargestellt und diskutiert.