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77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Interaktion von Spiralganglienneuriten mit Cochlea-Implantat-Elektroden in vitro

Meeting Abstract

  • Thomas Stark - Universitäts-HNO-Klinik, St.Elisabeth-Hospital, Bochum
  • Stefan Hansen - Universitäts-HNO-Klinik Bochum, Bochum
  • Andree Gurr - Universitäts-HNO-Klinik Bochum, Bochum
  • Holger Sudhoff - Universitäts-HNO-Klinik Bochum, Bochum
  • Stefan Dazert - Universitäts-HNO-Klinik Bochum, Bochum
  • corresponding author Dominik Brors - Universitäts-HNO-Klinik Bochum, Bochum

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod080

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod080.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Stark et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Trotz des verbreiteten Einsatzes von Cochlea-Implantaten (CI) und deren günstiger klinischer Resultate werden Überlegungen angestellt, die Wirksamkeit dieser Systeme weiter zu verbessern. Eine Strategie ist dabei, über eine biologische Stimulation die Neuriten der Spiralganglienneurone in ihrer Wachstumsintensität und Wachstumsrichtung zu beeinflussen und auf diese Weise enger an die CI-Elektrode anzukoppeln.

Material und Methoden: Für diese Untersuchungen wurden von der neonatalen Rattencochlea entnommene Spiralganglionneurone in ein organotypisches Zellkultursystem übertragen und dort in einem Abstand von 50-200 µm zu CI-Elektroden (MedEl, Austria) für 72 Stunden inkubiert. Anschließend wurden die Präparate fixiert und immunhistochemisch gefärbt. Zur genauen Beurteilung der Interaktion der Neuriten mit der Elektrodenoberfläche wurden rasterelektronenmikroskopische Aufnahmen angefertigt.

Ergebnisse: Es zeigte sich eine deutliche Tendenz der Neuriten in Richtung Elektrodenoberfläche zu wachsen, einige Neuriten erreichten die Silikonoberfläche und traten in Kontakt mit dem alloplastischen Material. Die Neuriten terminierten ihr Wachstum, verzweigten sich oder wuchsen auf die Elektrode auf und setzten ihr Wachstum fort. Ähnlich wie in früheren Studien an verschiedenen Oberflächen gezeigt, wurde die Adhäsion zum alloplastischen Material über nicht-neuronale Zellen vermittelt.

Schlussfolgerungen: Klinisch könnten die genannten Untersuchungen für eine Weiterentwicklung bestehender CI-Systeme von Bedeutung sein. Die Kombination zellbiologischer Erkenntnisse mit neuen elektronischen Techniken der Implantatentwicklung könnte zur Steigerung der CI-Effektivität beitragen.