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MAINZ//2011: 56. GMDS-Jahrestagung und 6. DGEpi-Jahrestagung

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e. V.
Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie e. V.

26. - 29.09.2011 in Mainz

Programmierung von Benutzeroberflächen unterschiedlicher Beatmungsgeräte

Meeting Abstract

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  • Servin Aslan - Hochschule Furtwangen, Villingen-Schwenningen

Mainz//2011. 56. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (gmds), 6. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi). Mainz, 26.-29.09.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11gmds499

DOI: 10.3205/11gmds499, URN: urn:nbn:de:0183-11gmds4991

Veröffentlicht: 20. September 2011

© 2011 Aslan.
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Gliederung

Text

Beatmungsgeräte werden durch ihre atemunterstützenden oder- ersetzenden Verfahren zur Lebensrettung eingesetzt. Sie bieten im Vergleich zu den früheren Modellen eine Vielzahl an Beatmungsmodi, die ein automatisches Anpassen des Beatmungsverfahrens an den Patienten ermöglichen. Die modernen Beatmungsgeräte verschiedener Hersteller unterscheiden sich in der Bedienung. Zudem kommen bei den Geräten viele Bedienelemente hinzu, die im klinischen Alltag schnell zu Unübersichtlichkeiten führen können und die Bedienung erschweren. Deshalb ist eine benutzerfreundliche Anwendungsoberfläche in der Entwicklung von großer Bedeutung und zählt ebenso wie andere technische Eigenschaften zu den wichtigsten Qualitätsmerkmalen. Den Rahmen für ein BMBF Projekt (Bundesministerium für Bildung und Forschung) bilden das automatische Steuerungssystem für Beatmungsgeräte anhand klinischer Kenntnisse und die physiologischer Modelle [1], [2], [3], [4]. Um die automatische Steuerung anschaulich darzustellen, haben wir eine Software der graphischen Benutzeroberfläche entwickelt. Passende Schnittstelle zwischen das Steuerungssystem und das Beatmungsgerät wurden integriert. Dazu wurde der Aufbau bereits vorhandener Benutzeroberflächen diverser Beatmungsgeräte unterschiedlicher Hersteller wie Dräger Medical, MAQUET, Philips Respironics, HAMILTON Medical und GE Medical Systems mitberücksichtigt. Diese Benutzeroberflächen können über eine gemeinsame Schnittstelle zu greifen und sind einfach um schaltbar. Die Programmierung der Oberflächen erfolgte mit der Software MATLAB R2008a (MathWorks Inc. Natick, Massachusetts, U.S.A.). Die Anzeige der unterschiedlichen Beatmungsmodi wie z. B. IPPV (Beatmung mit intermittierend positivem Druck) der kontrollierten oder ASB (Assistierte Spontanbeatmung) der unterstützenden Beatmung, sowie die unterschiedlichen Atemparameter wie Druck, Flow, Resistance Compliance etc. wurden unterstützt. Die Software ist aufgrund der benutzerfreundlichen Anwendungsoberfläche für die Ärzte problemlos zu bedienen und schnell zu erlernen. Zudem bietet sie den Vorteil, dass das neuartige Steuerungssystem jeder Zeit zu verschiedenen Beatmungsgeräten angepasst werden kann.


Literatur

1.
Lozano-Zahonero S, Gottlieb D, Haberthür C, Guttmann J, Möller K. Automated mechanical ventilation: Adapting decision making to different disease states. Med Biol Eng Comput. 2010;49(3):349-58.
2.
Lozano S, Möller K, Brendle A, Gottlieb D, Schumann S, Stahl CA, Guttmann J. AUTOPILOT-BT: a system for knowledge and model based mechanical ventilation.Technol Health Care. 2008;16(1):1-11.
3.
Kretschmer J, Wahl A, Guttmann J, Möller K. Dynamic Generation of Physiological Model Systems. In: Dössel O, Schlegel, eds. World Congress on Med. Physics and Biomedical Engineering, Munich, Sept. 2009.
4.
Kretschmer J, Wahl A, Möller K. On the Integration of Different Physiological Model Systems. In: 4th International Conference on Bioinformatics and Biomedical Engineering (iCBBE), Chengdu, China: IEEE; 2010.